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Bettenhausen - früher und heute / 2-Denk ich an Deutschland-2

 
 
 

erstellt von der Gruppe "Bettenhausen früher und heute":


„Denk' ich an Deutschland“

- Teil 2 -



HANNEMANN, GEH DU VORAN ...

Unter diesem Stichwort haben wir die Ökologieproblematik diskutiert.


Alle wissen, daß die weitere Nutzung und Verschwendung von Rohstoffen im bisherigen Ausmaß uns bald an das Ende dieses Planeten bringt.

Industrieländer beuten Länder des Südens weiter aus, verlangen aber, daß diese ihre Regenwälder in Ruhe lassen. 

Regierungen verlangen von Herstellern freiwillige Selbstbeschränkungen in der Herstellung von schädlichen Stoffen, Hersteller fordern von den Regie­rungen klare Regelungen. 

Verbraucher erregen sich, wenn sie für Abgasreinigung in ihrer Müllverbrennungsanlage höhere Gebühren zahlen müssen, schleppen aber jede überflüssige Verpackung weiterhin treu und brav heim.

Hier wird von allen Beteiligten hemmungs-, vor- und rücksichtslos Krieg gegen die Natur geführt. 


Und es ist auch ein Krieg gegen Menschen: 

Der Ackerboden, der in Afrika, Südamerika zum Anbau von Futtermitteln genutzt wird, fehlt den Menschen dort, um sich selbst zu ernähren. In den Ländern des Nordens führt der hohe Fleischverbrauch zu Übergewicht, Verfettung (auch der Hirne und Herzen) und zu allen möglichen anderen Krankheiten, deren Behandlung dann auch noch unser Bruttosozialprodukt steigert. 


Wie ungesund ... 


Und wenn dann wieder einmal eine Hungerkatastrophe ihren Weg in die Berichterstattung unserer Medien gemacht hat und die Hilfsbereitschaft geweckt ist, dann werden im Norden produzierte Hilfsgüter auf Transport­mitteln der Länder des Nordens zu den Hilfsbedürftigen gebracht.

 

Und unser Milliardenexportüberschuß jedes Jahr?

Er verschärft Massenarbeitslosigkeit in den Ländern, die ihre Schulden nur um den Preis noch krasserer Verelendung zurückzahlen können. 


Woher nehmen wir im Norden das Recht, über die Leichen der verhungerten Menschen zu gehen, denen wir das Notwendigste wegnehmen? 

Daß unsere Lebensweise auch noch weltweit erstrebt wird,  beschleunigt nur das Ende der nicht vermehrbaren Rohstoffe.
 

Wir fühlen uns in der Pflicht, von diesem Weg abzugehen.

Wir wissen, daß wir damit die bisherige Art des Wirtschaftens grundlegend in Frage stellen.


Wer wir denn sind, die sich solche Töne erlauben?

Wir sind nichts als Staubkörnchen im Universum. Aber wir sind denkende Wesen. Und wir trainieren unser Denken bei unseren Zusammenkünften.


Und wir ziehen Folgerungen.
 

Brauch` ich das wirklich, was ich da kaufen wollte, sollte? Muß es denn unbedingt Schweinefleisch sein, wo weißes Fleisch doch längst nicht das Fett bringt? Und ist der Öko-Landwirt nicht dann spottbillig, wenn ich die Fleischration halbiere? 


Der Metzger schreit auf? Aber nein, er stellt sich doch längst auf die sich ändernden Verhaltensweisen seiner Kunden ein. 


Der Wahnsinn der industriell betriebenen Agrarproduktion muß beendet werden. 


Und unsere Freude über eine Kaffeepreissenkung sollte ganz schnell dem Gedanken weichen, daß als Folge dieser Preissenkung ein weiteres Mal Tausende von Kaffeeanbauern auf Koka-Anbau umstellen. Und Zoll und Polizei in Ländern des Nordens werden dem steigenden Kokainschmuggel nicht Herr.

Wir leben in  e i n e r  Welt. Und wir bezahlen für unsere Handlungen und Unterlassungen schon hier in dieser Welt, nicht erst im Jenseits.

Eine Form der Bezahlung liegt in der steigenden Anzahl von Asylbewerbern, die in unser Land kommen, um hier an dem materiellen Reichtum teilzu­haben, der ihren Heimatländern weggenommen oder vorenthalten wird.

Warum solche Gedanken nicht öffentlich diskutiert werden, liegt für uns klar auf der Hand: Im Interesse unserer absoluten (von der Menschlichkeit losge­lösten) Herrscher (sprich Banker und Bosse) ist es nicht, unsere Politiker
(von Ausnahmen abgesehen) trauen sich nicht, und unsere Medien brau­chen Inserenten und Sponsoren. Und mit letzteren schließt sich der Kreis.

Und dabei sagt doch unser Grundgesetz (Artikel 20, Absatz 2):
Alle Staatsgewalt geht vom Volk aus.

Wir fühlen uns gefordert, die Bedrohungen des menschlichen Lebens, verursacht durch rücksichtslose Durchsetzung des Profitstrebens, zu benennen.


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