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Presse / 2007

 
 
  Inhalt
HNA 13.12.2007
HNA 08.12.2007
Extra Tip 02.12.2007
HNA 09.11.2007
HNA 25.10.2007
HNA 19.10.2007
HNA 18.09.2007
HNA 15.09.2007
Extra Tip 26.08.2007
HNA 17.07.2007
HNA 08.05.2007
HNA 09.03.2007


HNA 13.12.2007

Impulse für das Ehrenamt

Ehrung für bürgerliches Engagement: Werner Knöß von der Landesseniorenvertretung ehrte Magdalene Griese, Hannelore Thomsen  und Reinhard Klophaus (von links). Im Hintergrund Volunta- Geschäftsstellenleiterin Annette Müller und rechts Projektleiter  Jürgen Kopp. Foto: Bergholter

 

Kassel. Bereits 2005 wurde das Projekt "Impulse für die Zivilgesellschaft" von der Bundesregierung initiiert und soll neue Personengruppen für bürgerliches Engagement gewinnen. An 50 Standorten bundesweit werden hierzu unterschiedliche Strategien gesucht.
Die Volunta gGmbH des Deutschen Roten Kreuzes Hessen rief in diesem Rahmen den "Generationsübergreifender Freiwilligendienst" ins Leben. In Kooperation mit der Landesseniorenvertretung Hessen e. V. gelang es, hessenweit etwa 65 Personen für das Ehrenamt zu begeistern.
Die freiwilligen Mitarbeiter verpflichten sich für ein Jahr und 14 Wochenstunden, was sowohl zeitlich als auch im Punkt der Verbindlichkeit weit über normale ehrenamtliche Tätigkeiten hinausgeht.
Durch den demografischen Wandel gebe es auch viele ältere Menschen, die eine Aufgabe suchten und ihre Lebens- und Berufserfahrung einbringen könnten, erklärt Annette Müller, Geschäftsstellenleiterin von Volunta Kassel. Wichtig sei nur, für jeden Interessierten die passende Tätigkeit zu finden, so Müller weiter. Dies scheint jedoch immer öfter zu gelingen, da die Resonanz der beteiligten Einrichtungen durchweg positiv ausfällt. Erste Bedenken, die Ausweitung des Ehrenamts könne zum Verlust von hauptamtlichen Stellen führen, konnten schnell ausgeräumt werden, da es sich bei den ehrenamtlichen Tätigkeiten ausschließlich um ergänzende Leistungen handelt.
Auf der anderen Seite verlängern immer mehr Ehrenamtliche ihr Engagement. Die ersten drei Mitarbeiter, die bereits ihr zweites Jahr im Projekt beendet haben, wurden am Mittwoch im Rahmen einer Weihnachtsfeier in der Volunta- Geschäftsstelle gesondert geehrt. Hannelore Thomsen arbeitet seit 2005 im DRK- Kleiderladen in Wolfhagen, Magdalene Griese ist seit Anfang 2006 im Stadtteilzentrum Agathof aktiv, und ebenso lange hilft Reinhard Klophaus im Kindertreff Hofgeismar.
Aufgrund der ausschließlich positiven Erfahrungen hat nun auch DRK-Volunta angekündigt, das Projekt nach Ende der Modellphase im Juni 2008 weiterführen zu wollen.
(pee)

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HNA 08.12.2007


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Extra Tip 02.12.2007


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HNA 09.11.2007

Der Tote im Keller

 

„Die Silberzwiebeln“ zeigen mit „Septembernebel“ eine Krimi-Persiflage

 

Von Claudia v. Dehn

 

Kassel. Männer kommen nicht vor in dem neuen Stück "Septembernebel", das die Senioren-Theater-
gruppe "Die Silberzwiebeln" selbst erarbeitet hat und im Kulturhaus Dock 4 präsentierte.Jedenfalls 
nicht auf der Bühne. Und doch kreist die amüsante Handlung der Krimi-Persiflage für acht Damen um
sie.

Da ist der unbekannte Schafzüchter, mit dem sich die unvorstellbar naive Farmerstochter Kate Moss (Christa Paul) aus Schottland, die nicht weiß, was ein Model ist, zu Schafsball nach London verabredet hat. Im selben Hotel in Hamstead, in dessen Foyer die verwickelten Handlungsstränge zusammenlaufen, übernachtet auch die greise Hilde Zille aus Berlin (Edith Norrmann) auf der Suche nach dem verlorenen Geliebten aus der Nachkriegszeit, einem englischen Fliegeroffizier. Und dann ist da noch der Hotelbesitzer, der einen Tag zu früh stirbt, um den Betrieb vertragsgemäß der guten Seele des Gästehauses, Claire (Christina Hunold), übergeben zu können, und der daraufhin im Keller „zwischengelagert“ wird. „Arsen und Spitzenhäubchen“ lassen grüßen.

 

Arzt und Polizisten – auch sie nur virtuell vorhanden – sind selbstverständlich zu oberflächlich und unaufmerksam, um die Täuschung zu bemerken. Was sich sonst noch an Urlauberinnen und Dauergästen in diesem Hotel versammelt, könnte skurriler nicht sein. Da ist Rose Fellington (Rose Kaschubowski), schrill-bunt mit rotem Haarband und Laura-Ashley-Rock, die stets begütigend zur Krisenbewältigung eingreift. Die nach vierzig Jahren in den Ruhestand gegangene Lehrerin Maggie Phillipson aus Cornwall (Margarete Hallaschka mit viel britischem Flair) näselt arrogant in Gesellschaft und säuselt verliebt ins Telefon, wenn sie heimlich den verwitweten Pfarrer anruft.

 

Iris Jackson, eine Dame von Welt (Lilli Stuhr), kommt zu früh zum Bridgeturnier und sorgt für Aufruhr, als eins ihrer wertvollen Schmuckstücke verschwindet. Sarah Hammerstein, die Schmuckexpertin (Ingrid Pietsch), kann dieses Rätsel lösen, nachdem eine Seance nicht viel geholfen hat, und Florence Middlethorpe (Hannelore Gürge) gibt sich lustvoll den Qualen der Schönheitschirurgie hin.

 

Und immer wieder gibt es Tee, manchmal auch „Medizin“(Sherry). Da kann das Happy End nicht ausbleiben. Gabriela Ortega Sanchez inszenierte mit Schwung die heitere Szenenfolge, die viel Beifall fand.

Informationen: Stadtteilzentrum Agathof Tel. 0561 57 24 82 oder www.Agathof.de


Quelle: Artikel vom 09.11.2007





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HNA 25.10.2007

Arbeitskreis "Bettenhausen - früher und heute" feiert sein 20-jähriges Jubiläum

"Geschichte am Leben erhalten"


Von Peer Berhalter

Kassel. "Eigene Erfahrungen am Leben erhalten und an kommende Generationen weitergeben", nennt Wilgard Schiller vom Arbeitskreis "Bettenhausen - früher und heute" die Motivation für die Gründung der Arbeitsgruppe vor 20 Jahren. Aus einer lockeren Schnuddelrunde sei schnell eine ernsthafte Arbeitsgemeinschaft geworden, erinnert sich Bernd Schaeffer an die Anfänge 1987. Was mit dem Austausch biografischer Erzählungen begann, führte im Laufe der Jahre zu wöchentlichen Treffen, bei denen durch gründliche Recherche historische aber auch aktuelle Stadtteilthemen bearbeitet werden.

Die derzeit 15 Mitglieder der Arbeitsgruppe dokumentieren Zeitgeschichte in Bettenhausen und machen sie der Öffentlichkeit zugänglich.


So entstanden in den vergangenen 20 Jahren diverse Bücher, Broschüren, Kalender und Filmbeiträge zu Themen mit Stadtteilbezug. Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des Arbeitskreises fand am Mittwoch eine Festveranstaltung im Stadtteilzentrum Agathof statt. Marianne Bednorz, Leiterin des Zentrums, freute sich über die unerwartet große Resonanz und musste für die rund 100 Gäste zusätzliche Plätze schaffen. Der Agathof, eine Bildungs- und Begegnungsstätte für junge und alte Menschen im Kasseler Osten, ist auch die Heimat der Arbeitsgruppe. Diese brachte unter anderem ein Buch über die 100-jährige Geschichte des Gebäudes heraus.

Grußworte zum Jubiläum überbrachte Stadtkämmerer Dr. Jürgen Barthel. Er lobte das Engagement des Arbeitskreises und unterstrich den Nutzen, den jeder Einzelne, aber auch die Gesellschaft aus der Arbeit der Gruppe ziehe. Bei Reden, Lesungen, Liedgut und Filmbeiträgen wurde deutlich, dass sich aus dem Arbeitskreis im Laufe der Jahre auch ein Freundeskreis entwickelt hat. 

Der Arbeitskreis trifft sich jeweils mittwochs um 10 Uhr im Stadtteilzentrum Agathof.

Kontakt: Stadtteilzentrum Agathof, Agathofstraße 48. Telefon: 05 61 / 57 24 82. Internet: www.agathof.de

Quelle: Artikel vom 25.10.2007 




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HNA 19.10.2007

Arbeitskreis "Bettenhausen früher und heute"

"Erinnerungen für die Nachwelt"

Von Gwendolyn Träger



Bettenhausen. Der Arbeitskreis "Bettenhausen früher und heute" besteht seit 20 Jahren. Wöchentlich treffen sich die Mitglieder im Stadtteilzentrum Agathof mit dem Wunsch, lokale Geschichten und Anekdoten lebendig zu erhalten.

Der Arbeitskreis mit etwa 15 Mitgliedern hat sich zur Aufgabe gemacht, Zeugnisse der Vergangenheit zu finden, zusammenzutragen und zu präsentieren. "Die Gruppe hat mit ihrer Arbeit ein Stück Öffentlichkeit hergestellt", sagt Marianne Bednorz, Leiterin des Stadtteilzentrums.

Vor 20 Jahren stellte der Arbeitskreis noch eine Gesprächsrunde für ältere Menschen mit Bezug zum Kasseler Osten dar, so Bednorz, die gemeinsam über ihre Erinnerungen an alte Zeiten sprachen. Das ist geblieben. "Hinzu kommt aber, dass wir zu den biografischen Erinnerungen nun noch andere Quellen hinzuziehen, wir recherchieren weitläufiger", so Bernd Schaeffer, Arbeitskreismitglied. Und die Ergebnisse werden als Geschichten, Bücher, Wandtafeln oder Videos festgehalten. "Unser Ziel ist die Archivierung der Arbeitsergebnisse in Wort und Bild für die nachfolgenden Generationen", sagt Schaeffer. "Die Nachkriegsgeneration stirbt allmählich aus und mit ihr die Dokumente. Das versuchen wir zu retten."

Gleichzeitig versteht sich der Arbeitskreis als Ansprechpartner für alle Rat Suchenden, die an der Gegenwart und der Geschichte des Stadtteils interessiert sind. Besonders in den letzten zehn Jahren sei der Kontakt zu Universitäten und Schulen stärker geworden, so Bednorz.

Obwohl sich der Arbeitskreis schon über so lange Zeit einmal in der Woche trifft, haben sich bisher keine Themen wiederholt. Immer wieder kamen neuen Ideen hinzu, teilweise gab es Berührungspunkte, aber niemals Wiederholungen. Am Mittwoch, 24. Oktober, 11 Uhr, feiert die Gruppe ihr 20-jähriges Bestehen im Stadtteilzentrum Agathof. Zu diesem Anlass wird aus der aktuellen Arbeit "Industrie, Gewerbe und Handel in Kassel - Bettenhausen im Wandel der letzten 100 Jahre" gelesen.

Kontakt: Stadtteilzentrum Agathof, Agathofstraße 48. Telefon: 05 61 / 57 24 82. Internet: www.agathof.de

Quelle: Artikel vom 18.10.2007


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HNA 18.09.2007

Das Stadtteilzentrum Agathof stellt Werke von Schülern der Kasseler Kunstschule aus

 "Bunte Bilder für den Stadtteil"

Von Christoph Steinbach

Agathof. „Die Bilder sind zum einen wunderschön, zum anderen beleben sie unsere Räume und erfüllen sie mit Farbe“. Marianne Bednorz ist begeistert von den Bildern, die Schüler der Kasseler Schule für Bildende Kunst und Gestaltung gemalt haben und die im Stadtteilzentrum Agathof (Agathofstraße 48) in den nächsten neun Monaten ausgestellt sind.

Unter der Leitung des russischen Künstlers Andrei Krioukov haben die Maler-Lehrlinge mit ihren Pinseln und Pastell- oder Acrylfarben „alles auf Leinwand gebracht, was ihnen gerade so eingefallen ist“, so Lehrmeister Krioukov.

 

„Wir haben Schüler zwischen 5 und 80 Jahren“.

 

Egal, ob Studenten oder Senioren, das Alter der Kunstschüler bewegt sich zwischen 5 und 80 Jahren, sie alle stellen Bilder in der Agathofstraße aus.

 

Und so schmücken nun Landschaftsbilder, etliche Stillleben oder gemalte Alltagsgedanken die Wände des Stadtteilzentrums, in dem sich ältere Menschen des Stadtteils Agathof regelmäßig treffen, um an den verschiedensten Angeboten teilzunehmen oder einfach nur beisammen zu sitzen. Die Ausstellung, deren Bilder in regelmäßigen Abständen wechseln, ist ab sofort von montags bis freitags von 10 Uhr bis 16.30 Ihr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Informationen zu der Ausstellung und der Schule bis Bildende Kunst gibt es im Internet, unter www.agathof und www.kunstschule-kassel.de

Quelle: Artikel vom 18.09.2007 










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HNA 15.09.2007


Feier im Stadtteilzentrum Agathof zum 10. Jahrestag der „Freunde russischer-deutscher Kultur“

"Wurzeln nicht vergessen" 

Von Hans-Peter Wohlgehagen

Bettenhausen. “Mein Gott, dass die Zeit so schnell läuft“, sagte Jewgenia Padva bei der Feier zum zehnjährigen Bestehen der Gruppe „Freunde russischer und deutscher Kultur“. Sie ist die Initiatorin regelmäßiger Treffen für Menschen, die aus den GUS-Staaten übergesiedelt sind und für Deutsche, im Stadtteilzentrum Agathof. Seit der Gründung hätten Teilnehmer mit sehr unterschiedlicher Mentalität durch den kulturellen Ausgleich auch persönlich zueinander gefunden.

 

„Möge Kultur weiterhin eine Brücke für uns sein“, wünscht sich die aus dem früheren Leningrad zugewanderte Migrantin. Ziel der zu 60 Prozent aus Russisch sprechenden Zuwanderern bestehenden Gruppe sei es, kulturelle Besonderheiten auszutauschen und dabei voneinander auch die Sprache zu lernen, sagte Inge Bierbrauer vom Vorstand des Vereins Agathof in einem Rückblick. Die Gruppe hätte sich, immer ohne Referenten von außen, intensiv mit Literatur, von H.C. Andersen bis Freund, mit Werken berühmter Komponisten und mit sozialpolitischen Themen befasst.“In den zehn Jahren haben sich Freundschaften entwickelt“, sagte die heutige Leiterin der Gruppe, Swetlana Gofstein, Ängste und Sorgen miteinander auszutauschen, sei die richtige Integration.

 

Gemeinsam mit ihrer deutschen Kollegin, Gerlinde Schurrat, nahm Swetlana Gofstein die Glückwünsche zum Zehnjährigen entgegen. Für die Stadt gratulierte Angelika Trilling vom Referat für Altenarbeit des Sozialamtes. „Uns ist wichtig, dass man die russischen Wurzeln nicht vergisst“, sagte Esther Kalveram-Schneider. Die SPD-Ortsvereinsvorsitzende aus dem benachbarten Stadtteil Forstfeld überbrachte Glückwünsche des Landtagskandidaten Wolfgang Decker.


Quelle: Artikel vom 15.09.2007  

 









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Extra Tip 26.08.2007

Stadtteilzentrum Agathof erhält Preis der Walter Heilwagen Stiftung
 
"Ausgezeichnet"

Von Heidi Rühlmann

Das Stadtteilzentrum Agathof ist nicht nur ein Gewinn für Bettenhausen, sondern für ganz Kassel. Zahlreiche Menschen nutzen die breit gefächerte Angebotspalette, die von der Videowerkstatt über den Erfinderclub bis zur Gymnastik reicht. Doch damit nicht genug. Die Einrichtung ist auch Träger des internationalen Projekts „Making Memories Matter – Erinnerungen Raum geben“ und wurde dafür schon mehrfach ausgezeichnet.

 

Das Projekt „Making Memories Matter – Erinnerungen Raum geben“, das im Winter 2004 in sieben europäischen Ländern begann, ist längst zum Selbstläufer geworden und wird in vielen Ländern weitergeführt. Die Idee war einfach, aber genial: Ältere Menschen in Tschechien, Spanien, Rumänien, Polen, Finnland, Deutschland und Großbritannien wurden gebeten, die Essenz ihrer Lebenserinnerungen in einer ausrangierten Munitionskiste darzustellen.

 

Mit Unterstützung professioneller Künstler entstanden so tief bewegende, biografische Szenen, die trotz ihrer unterschiedlichen Ausdrucksweise zeigen, wie sehr Einzelbiografien durch das jeweilige Zeitgeschehen – bei den Älteren war es der 2. Weltkrieg – miteinander verbinden sind. Träger des Projekts, anfangs nur in Deutschland, zurzeit insgesamt, ist das Stadtteilzentrum Agathof. Auch hier entstanden Erinnerungskisten, die zusammen mit vielen anderen aus den beteiligten Ländern auf die Reise quer durch Europa gingen. Stationen der Wanderausstellung waren unter anderem Posen, Prag, London, Barcelona, Berlin, München, Köln und Brüssel.

 

Weit über 20 000 Besucher in 16 Städten ließen sich bisher von diesem „Mosaik europäischer Zeitgeschichte“ inspirieren. Immer mehr Organisatoren und Einzelpersonen aus dem In- und Ausland beteiligen sich mittlerweile an dem Projekt.

 

In Kassel war die Ausstellung zuletzt im Foyer des Amtsgerichts zu sehen. Im festlichen Eröffnungsrahmen konnte die Leiterin des Stadtteilzentrums Marianne Bednorz eine Ehrentafel und eine Urkunde des Bundespräsidenten entgegen nehmen. Die Auszeichnung war im Rahmen des bundesweiten Wettbewerbs „365 Orte im Land der Ideen“ vergeben worden. Auch der Hessische Altenhilfepreis ging an das Erinnerungsprojekt.

 

Nun steht eine weitere Ehrung an. Am 28. August wird dem Agathof e.V. für das herausragende Projekt der Preis der Walter Heilwagen Stiftung verliehen. Der Kasseler Schulleiter und Stadtrat Walter Heilwagen brachte den größten Teil seines Vermögens in eine Stiftung ein, die regelmäßig wissenschaftliche, künstlerische oder humanitäre Leistungen auszeichnet. Zusammen mit Marianne Bednorz freuen sich auch Projektkoordinator Manfred Zalfen und Angelika Trilling von Kasseler Referat für Altenpflege, als Mitinitiatoren über das Preisgeld.

 

Das kommt ihnen gerade recht, denn die nächste Ausstellung ist schon in Planung.

Sie wird im März/April 2008 in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut in Paris stattfinden.

 

Trotz vieler Würdigungen bleibt man im Agathof auf dem Teppich und ein Blick auf den Veranstaltungskalender zeigt, dass auch in Bettenhausen hochkarätige Kulturevents stattfinden.

 

So gab hier erst kürzlich die japanische Pianistin Naomi Yoshitomi, die regelmäßig mit dem Philharmonischen Orchester Osaka konzertiert, ein Gastspiel. Auch die Kunst kommt nicht zu kurz. Demnächst wird eine Ausstellung der Kasseler Schule für Bildende Kunst und Gestaltung im Agathof eröffnet. Und der nächste Preis wird auch nicht lange auf sich warten lassen.

 

Informationen: Stadtteilzentrum Agathof Tel. 0561 57 24 82 oder www.Agathof.de

 

Quelle: Artikel vom 26.08.2007


 
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HNA 17.07.2007


Projekt Erinnerungen Raum geben des Stadtteilzentrums Agathof wurde ausgezeichnet

"Kisten gegen das Vergessen"

Von Stefan Vosswinkel

Kassel. Im Foyer des Amtsgerichts Kassel wurde gestern das Stadtteilzentrum Agathof als "Ausgewählter Ort im Land der Ideen" ausgezeichnet.
Die Auszeichnung erhielt das Projekt für das vor drei Jahren begonnene Kunstprojekt "Making Memories Matter - Erinnerungen Raum geben". Ältere Menschen aus Spanien, Finnland, Deutschland, verschiedenen osteuropäischen Ländern und Großbritannien haben 120 Munitionskisten aus dem Zweiten Weltkrieg mit "Geschichten ihres Lebens gefüllt", sagt Projektleiter Manfred Zalfen. Mittlerweile habe sich das Projekt zu einem Selbstläufer entwickelt, an dem sich verschiedene Organisationen und Einzelpersonen aus elf Ländern beteiligen.

Dr. Jürgen Barthel, Sozialdezernent der Stadt Kassel, betonte bei seiner Rede die europäischen Dimensionen des Projekts und "die Rolle der heute älteren Generation, die den lebendigen Beweis für die Notwendigkeit einer friedvollen Annäherung über Kulturgrenzen hinweg liefert".

Jürgen Grosch, Vertreter von Land der Ideen, hob in seiner Laudatio besonders den Ideenreichtum und die Zukunftsfähigkeit der Erinnerungskisten hervor. "Zukunft kommt nicht aus dem Nirgendwo", sagt Grosch. Zukunft habe ihre Wurzeln in der Vergangenheit. "Deswegen ist es für das Europa von morgen wichtig, die Erinnerung wach zu halten."

Die Leiterin des Stadtteilzentrums, Marianne Bednorz, ist "stolz, dass das Zentrum nun ein ausgewählter Ort der Ideen ist". Zudem freue sie sich, dass zahlreiche Besucher des Stadtteilzentrums an der Feierstunde im Amtsgericht teilgenommen hätten. (pvo)

Stadtteilzentrum Agathof, Telefon 0561 / 57 24 82. HINTERGRUND

Quelle: Artikel vom 17.07.2007 

 




Präsentieren ihre Erinnerungskisten: Angelika Trilling, Manfred Zalfen, Marianne Bednorz,  vom Stadtteilzentrum Agathof mit Rita Miinemáe und Leida Rätsep aus Estland (von links).



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HNA 08.05.2007

Ein Rundgang durch Bettenhausen auf den Spuren der Stadtteilgeschichte 

 

"Losse heißen, wie se will"

V
on Martina Sommerlade


Bettenhausen.Wieso heißt Bettenhausen eigentlich Bettenhausen? Und woher hat die Losse ihren Namen?
Diesen Fragen ging am Samstagnachmittag Helmut Schagrün auf den Grund. Beim zweistündigen geschichtlichen Rundgang durch Alt-Bettenhausen vermittelte das Mitglied der Arbeitsgruppe "Bettenhausen – früher und heute" den 30 Teilnehmern Wissenswertes und Unterhaltsames des 1906 eingemeindeten Stadtteils.


Ausgehend vom Dorfplatz, der "Urzelle Bettenhausens", führte der Rundgang über Marien- und Kunigundiskirche sowie verschiedene Bauernhöfe, die Käsefabrik Riebenhausen und die Pfingstweide zum alten Bürgermeisteramt in der Burgstraße.

"In unserem schönen Stadtteil hat sich einiges getan", so Schagrün. Aus dem ehemaligen Ackerdörfchen mit seinen handwerklichen Mühlenbetrieben an den Ufern der Losse, das als "Bethnehüsun" erstmals in 1145 erwähnt wurde, sei ein lebhafter Industrie- und Wohnstadtteil geworden.

Über den Ursprung des Namens Bettenhausen soll es laut Schagrün übrigens mehrere Varianten geben. "Eventuell stammt die Ableitung von den drei Bethen Wilbeth, Barbeth und Anbeth, die germanische Götter waren." Möglicherweise sei Bettenhausen aber auch von dem früher gebräuchlichen Familiennamen Betting abgeleitet.

 

 

Für Schmunzeln unter den Zuhörern sorgte die Anekdote über die Namensgebung der bis ins Jahr 1246 namenlosen Losse. Nach vergeblicher Namenssuche bei einer Gemeindeversammlung sei ein Mitglied aufgesprungen und habe angekündigt, dass das nächste gesprochene Wort der Name des Bachs sein würde. Daraufhin habe sich ein Bürger zu Wort gemeldet und meinte: "Losse heißen, wie se will."

Quelle: Artikel vom 08.05.2007 






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HNA 09.03.2007


 


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