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Bettenhausen - früher und heute
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Bettenhausen - früher und heute / 5-Leipziger Strasse-1

 
 
 

erstellt von der Gruppe "Bettenhausen früher und heute":


Der Verlauf der Leipziger Straße, Kassel
- Teil 1: Hausnummer 63 - 99  (Stand Dez. 2003) -


Legende:
A) Hausnummer heute
B) was gibt es heute (2003) dort zu sehen, Nutzung und Funktion des Gebäudes
C) historische Bezeichnung evtl. mit Jahresangabe und Funktion
D) persönliche Erlebnisse und private Fotos in Bezug auf den beschriebenen Ort
E) historische Fotos vorhanden
(Jahreszahl) genanntes Objekt ist in öffentlichen Darstellungen erwähnt worden

 

Leipziger Straße

Diese Zusammenstellung hat der Arbeitskreis „Bettenhausen früher und heute" erarbeitet aus historischen Schilderungen und eigenem Erlebten. Ein Anspruch auf Vollständigkeit besteht nicht. Vielmehr bitten wir, wenn jemand Ergänzungen oder Änderungen einbringen kann, sich an das Stadtteilzentrum Agathof zu wenden.
Tel. 0561-57 24 82, e-mail: Stadtteilzentrum-Agathof@t-online.de

 

Leipziger Straße

in der Gemarkung Bettenhausen beginnend ab dem Platz der Deutschen Einheit stadtauswärts links mit ungeraden Hausnummern

Die Nordseite, also links stadtauswärts, zwischen Leisterscher Wiese - heute Platz der Deutschen Einheit - und altem Ölmühlenweg (Höhe Hallenbad) war nach dem Siechenhof bebaut mit mehrstöckigen Fachwerkhäusern. Hier wechselten sich Geschäfte, Handwerksbetriebe und Wirtshäuser ab. Diese schmucken Häuser wurden Opfer des 2. Weltkrieges.

Nach und nach erfolgte eine Wiederbebauung.

 

A) Leipziger Str. 63
B) Europcar, ADAC GmbH Autovermietung
C)  Siechenhof

Dieses Hospital war eine Stiftung von Landgraf Hermann dem Gelehrten vom 12.9.1383.


Hier einige Angaben zu seiner Geschichte:

Am 16.6.1626 (30jähriger Krieg) ging der Siechenhof in Flammen auf. Die Scharen Tillys richteten beträchtliche Verwüstungen an.

17.10.1762 (7jähriger Krieg) brannte der Siechenhof erneut nieder beim Rückzug der Franzosen aus der belagerten Festung Kassel.

Am 19.6.1866 beziehen die einmarschierenden preußischen Truppen zum Teil im Siechenhof Quartier.

Die Siechenhofkapelle war das einzige noch erhaltene mittelalterliche Gebäude aus den Tagen der Stiftung von 1383. Im Dreißigjährigen und im Siebenjährigen Kriege schwer beschädigt, wurde das Gotteshaus mehrfach instand gesetzt, zum letzten Male im Jahre 1866. Ein Neubau nach Plänen von Jussow kam nicht zur Ausführung. Dadurch wurde eine der mittelalterlichen Kapellen der Stadt erhalten.

Im 2. Weltkrieg erlitt die Siechenhofkapelle nur geringfügigen Schaden. Sie wurde im März 1954 im Zuge der Verbreiterung der Leipziger Straße abgerissen. Die Fundamente der Siechenhofkapelle liegen heute unter Beton und Asphalt.

 

Bis 1943 hatte die Leipziger Straße auch die Hausnummern 93 und 95. Zwischen den Hausnummer 93 und 95 war damals die Einmündung zum Ölmühlenweg. 1943 wurde die gesamte Häuserzeile von Nr. 65 bis Nr. 95 ausgebombt.

 

A) Leipziger Str. 65 - 69
B) World Car, Auto An- u. Verkauf
C) Alte zweistöckige Wohnhäuser, überwiegend mit Holzschindeln an der Frontseite versehen. In den Nr. 65-77 waren in den Hinterhöfen kleine Handwerksbetriebe angesiedelt.


A) Leipziger Str. 71
B) Honda, KFZ An- u. Verkauf
C) Gaststätte „Wilder Mann", ca. 1900 bis 1943, im 2. Weltkrieg zerstört.
 

A) Leipziger Str. 73 - 75
B) Reisebüro Kreger, TUI Reise Center
C) Nr. 73: Käsehandlung Nödler (1938)

Nr. 75: Molkereiprodukte und Lebensmittelhandlung Baddenhausen, im Hinterhof: Karosseriebau Schölch und Holzhandlung Schölch (1927)


A) Leipziger Str. 77
B) AVIS Autovermietung
C) Getreidehandlung Konrad Schröder


A) Leipziger Str. 79
B) Parkplatz für die Kfz.- Zulassungsstelle und Hallenbad
C) Nr. 79 - Lebensmittel Valentin Stranz


A) Leipziger Str. 83
B) Parkplatz
C) Schmiede Frommann und Gastwirtschaft Wildemann


A) Leipziger Str. 85
B) Parkplatz
C) Gastwirtschaft Drei Rosen, Inh. Nelges


A) Leipziger Str. 87
B) Grünfläche
C) Luckard Privathaus, (1927) Büro Luckard


A) Leipziger Str. 89
B) Grünfläche
C) Baddenhausen

 
A) Leipziger Str. 91
B) Grünfläche
C) Huth Lebensmittelgeschäft

 
A) Leipziger Str. 93
B) Grünfläche
C) (1927) Gastwirtschaft Helmut Hofmeister



Einmündung des Ölmühlenwegs

A) Leipziger Str. 99
B) Hallenbad Ost
C) Hallenbad

Das Hallenbad wurde zwischen Wahlebach und Ölmühlenweg errichtet, 50 Meter zurückgesetzt zur Leipziger Straße. Die Häuser zur Leipziger Straße hin wurden abgerissen und durch eine Grünfläche ersetzt.

Am 15.6.1930 erfolgte die Eröffnung.

Die Verbindung zum Gaswerk war für die Platzwahl entscheidend. Verbindungsleitungen mit Kalt- und Warmwasser sowie Dampf führten vom Gaswerk durch die Nürnberger Straße am Wahlebach entlang, unter der Leipziger Straße, bis zum Hallenbad (je 250 m Länge).

Die Wannen- und Brausebäder wurden seit den 1930er-Jahren für die Bevölkerung sehr wichtig, da die meisten Wohnungen nicht mit Badeeinrichtungen ausgestattet waren. Das Schwimmbecken hat die Größe von 25 x 12 Metern.

Für das Anfahren mit Straßenbahn und Omnibus galt ein festgesetzter Preis von jedem beliebigen Punkt Kassels.

Dieses Haus im Osten der Stadt war für viele Jahre das einzige Hallenbad Kassels. Das Stadtbad Mitte wurde erst am 19.6.1967 eröffnet.




Wahlebach kreuzt Leipziger Straße

  • kommt oberirdisch zwischen Nürnberger- und Söhrestraße
  • kreuzt unterirdisch die Leipziger Straße
  • fließt oberirdisch weiter rechts am Hallenbad vorbei


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