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Bettenhausen - früher und heute
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Bettenhausen - früher und heute / 5-Leipziger Strasse-6

 
 
    erstellt von der Gruppe "Bettenhausen früher und heute":


Der Verlauf der Leipziger Straße, Kassel
- Teil 6: Hausnummer 48 - 76c (Stand Dez. 2003) -


Legende:
A) Straßennummer heute (in etwa)
B) was gibt es heute dort zu sehen, Funktion des Gebäudes
C) historische Bezeichnung evtl. mit Jahresangabe und Funktion
D) persönliche Erlebnisse in bezug auf den beschriebenen Ort
E) historische Fotos vorhanden
(Jahreszahl) genanntes Objekt ist in öffentlichen Darstellungen erwähnt worden


Leipziger Straße

beginnend ab dem Platz der Deutschen Einheit stadtauswärts rechts mit geraden Hausnummern.

Die Bebauung auf der Südseite, also rechts stadtauswärts zwischen Schwanenwiese - heute Platz der Deutschen Einheit - und der alten Nürnberger Straße (Höhe Hallenbad) stand auf altem Forstgelände, dem „Sau-Platz". Die vierstöckigen Backstein-Wohn- und Geschäftshäuser entstanden in den 90er Jahren des 19. Jahrhunderts und fielen den Bomben des 2. Weltkrieges zum Opfer. Nach und nach erfolgte die Wiederbebauung.

 

 
A) Leipziger Str. 48
B) Teil des Platzes der deutschen Einheit
C) Schumacher Georg Barchfeld, 1920er Jahre

Eisdiele Kirchner, 1930er Jahre, ein beliebter Treffpunkt der Jugend
 

A) Leipziger Str. 50 - 54
B) (2003) Wohn- und Geschäftshaus

Weindepot, Fa. Hark Kachelöfen, Fa. Perfecta Fensterwechsel, Fa. Louis Motorradzubehör, Berufsfachschule Dr. Rohrbach
C) (nach dem Krieg) Adolf Rehbein GmbH (Kohlen, Heizöl, Diesel, Benzin, Motorenöle für Hausbrand, Gewerbe und Industrie).
 

A) Leipziger Str. 56 - 56 1/2
B) (2004) Wohn und Geschäftshaus (zweigeschossig), Rajs Pizzeria
C) (Vor 1927) Holzhandlung Leister, Nachfolger Neufang, Getreidelager von Konrad Schröder

 
 
A) Leipziger Str. 58
B) (2004) Wohn und Geschäftshaus (Fa. Treppenmeister)
C) Vierstöckiges Wohnhaus und dreistöckiges Hinterhaus, Kasseler Müllwagen- und Gerätefabrik (im Hof)

 
A) Leipziger Str. 60
B) Fa. VGS Volkwein Gastro Service

 
A) Leipziger Str. 62
B) Fa. Auto-Seiler

 
A) Leipziger Str. 64
B) Volvo Gebrauchtteile, Fa. Arian Auto

Leo’s Grill

 
A) Leipziger Str. 66
B) Bordell

 
A) Leipziger Str. 68
B) Fa. Lina Automobile

 
A) Leipziger Str. 70
B) (2003) Wohn- und Geschäftshaus, Russisches Reisebüro, A&Z Autoschilder Gabriel’s Kiosk. Im Hinterhof Fa. Pätzold-Autolackiererei (Nr. 70 - 72)
C) (Nach 1948 ) Rudolf und Rolle - Glasschleiferei (1956) Fr. Rosenkranz - Lederwaren

 
A) Leipziger Str. 72
B) Wohn- und Geschäftshaus
C) Malermeister Kowalski, 1980er Jahre

Vor 1941 Fa. Rudolf und Rolle

 
A) Leipziger Str. 74
B) Wohn- und Geschäftshaus, Fa. RADO Motorgeräte, Maxim Nachtbar
C) Gaststätte „Zum Kreisel" (1960er Jahre)

Zahnarzt Battenhausen (1960er Jahre)

 

Einmündung der Yorkstraße

 
A) Leipziger Str. 76a 76c
B) (2004) Werkswohnungen der Städtische Werke
C) Gaswerk - Verwaltungsgebäude

Das Verwaltungsgebäude stand hier bis zum Bombenangriff im Jahre 1943.

Dahinter mit Zugang von der alten Nürnberger Straße (Nr. 113) erstreckte sich das Gaswerk.

Im letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts wurde das Gaswerk auf dem Gelände des „Kleinen Forst", dem „Großen Sauplatz", errichtet mit Zugang von der (heute alten) Nürnberger Straße. Das Städtische Gaswerk hatte sich bis dahin in Kassel an der Ecke Schlachthofstraße / Moritzstraße befunden.

Am 20.12.1894 begann das Gaswerk zu arbeiten. Es hatte damals eine Tagesleistung von 50.000 cbm. Das Ofenhaus umfaßte 108 Schrägretorten; zwei Gasbehälter dienten zur Aufnahme des Gases. Schon bald mußte erweitert werden. Gebaut wurden zwei neue Blocks mit Schrägretortenöfen sowie ein dritter Gasbehälter von 40.000 cbm Fassungsvermögen. Im 1. Weltkrieg wurde die Gaserzeugung durch eine Wassergasanlage von 6000 cbm täglich verstärkt.

Nach 1918 wurden der erste Vertikalkleinkammerofen, sowie ein neues Dampfkesselhaus und eine Wassergasanlage von 24.000 cbm Tagesleistung errichtet.

Die trockene und nasse Reinigung wurde so erweitert, daß das Werk eine Tagesleistung von 100.000 cbm erreichte.

Im Jahre 1940 mußte auf Anordnung des damaligen Reichswirtschaftsministeriums eine Erweiterung des Gaswerkes auf 230.000 cbm durchgeführt werden. Ebenso mußte im folgenden Jahr an Stelle eines an sich notwendigen weiteren Gasbehälters eine Speicherleitung von Kassel bis Watenstedt-Salzgitter gebaut werden. So konnte Ferngas bezogen bzw. an andere Städte abgegeben werden.

Eine moderne Kokereianlage wurde noch erstellt und in Betrieb genommen.

Es gab kaum einen Bettenhäuser, der nicht große Angst vor der Bombardierung der Gaskessel im 2. Weltkrieg gehabt hätte. Zum Glück wurde das Gaswerk nicht getroffen.

Inzwischen ist die Anlage mit den Gasbehältern abgebaut worden. Auf dem Areal befinden sich heute die Werkstätten und ein großes Materiallager der Städtischen Werke.

Das Gaswerk ermöglichte, daß 1895 die Straßenbeleuchtung in Bettenhausen auf Gas umgestellt werden konnte.


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