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Bettenhausen - früher und heute / 6-Mühlen in Bettenhausen-2

 
 
 

Maße der Herkules – Figur

 

Senkrechte Höhe zwischen dem Ansatz des Keulensockels und einem
Punkt waagerecht neben dem Scheitel des Herkules (die Mitte der
schrägliegenden Fußsohlen liegt etwa 20 cm tiefer)
(die Mitte der
schrägliegenden Fußsohlen liegt etwa 20 cm tiefer)

7,80 m

Kopfhöhe einschließlich Bart

1,55 m

Kopfbreite einschließlich Stirnhöhe

1,10 m

Gesichtsbreite

0,70 m

Stirnhöhe

0,23 m

Nasenlänge

0,25 m

Augenbreite

0,16 m

Mundbreite

0,22 m

Ohrenhöhe

0,33 m

Kopfumfang an der Stirn

3,40 m

Schulterbreite, vorn gemessen

2,90 m

Brustbreite

1,90 m

Brustumfang am Keulenansatz

4,80 m

Abstand der Brustwarzen

1,23 m

Rechte Oberarmlänge (Schulter bis Ellbogen)

1,90 m

Länge Achselhöhle bis Armgelenk

0,65 m

Oberarmumfang am Muskel

2,20 m

Unterarmumfang unter dem Ellbogen

1,80 m

Unterarmlänge

1,40 m

Handgelenkumfang

1,00 m

Durchmesser der drei Äpfel in der rechten Hand

0,15 / 0,21 / 0,23 m

Länge der linken Hand auf dem Handrücken

0,97 m

Daumenlänge

0,47 m

Mittelfingerlänge

0,52 m

Leibumfang über den Hüftknochen

4,60 m

Oberschenkellänge

2,20 m

Oberschenkelumfang

3,00 m

Kniebereich

0,65 m

Unterschenkellänge

2,15 m

Wadenumfang

2,15 m

Fußgelenkumfang

1,30 m

Fußlänge

1,25 m

Länge des großen Zehs

0,35 m

Länge des kleinen Zehs

0,30 m

Keulenhöhe

4,70 m

Keulenhöhe einschließlich Keulensockel

6,10 m

Durchmesser des Keulenfußes

0,60 m

Umfang des Keulenfußes

1,95 m

Breite des Keulensockels an der Nordseite, oben

1,65 m

Breite des Keulensockels an der Westseite, oben

1,35 m

Umfang des Keulensockels, oben

5,00 m


4. Drahtmühle

 

Es folgt dann losseabwärt die Herwigsmühle, die schon 1410 erwähnt wird. Sie hat später vorübergehend der Metallverarbeitung gedient und wird auch als Drahtmühle bezeichnet. Sie liegt zwischen der heutigen Lossesiedlung, dem verl. Drahtmühlenweg und der Leipziger Straße.

 

Im Wandel der Zeit wurde der Name öfter geändert, so erscheint sie auch als Faustmühle, Schwiegermühle, Mahlmühle, Nudelmühle, „Mühle Unteren Messinghofes“ und als „Mahlmühle vorm Messinghof“.

 

Seit dem Ende des 17. Jahrhunderts dient sie als Mahlmühle und war unter dem Namen Mühlwerk Adolf Möller ein weit bekanntes heimisches Unternehmen.

 

Von einigen Mühlen hören wir im Verlaufe des fünfzehnten Jahrhunderts. Zunächst ist die Herwigsmühle zu nennen. Sie wird als zwischen dem Dorfe und der Forstmühle liegend bezeichnet. (Forstmühle – heutige Messinghof). Es ergeben sich erhebliche Momente, die dafür sprechen, daß die Herwigsmühle mit der späteren Möllerschen Brotfabrik, der alten Drahtmühle, identisch ist. Der Verkauf, bei dessen Gelegenheit die Herwigsmühle genannt wird, erfolgte am 27. Oktober 1410.

 

Die Drahtmühle ist die Möllersche Brotfabrik. Daß sie die Herwigsmühle war dafür spricht der Umstand, daß sie stets gemeinsam mit den anderen drei Mühlen des Ahnaberger Klosters in Kassel als herrschaftliche Mühle erscheint und wir sonst von herrschaftlichem Mühlenbesitz in älterer Zeit nichts wissen. Dazu kommt, daß die Wassermühle als technisches Werk im Gefolge der Klöster in Deutschland seinen Einzug hielt. Die Drahtmühle führte auch den Namen der Faustmühle, so 1669, und kommt auch unter den Namen des „Unteren Messinghofes“ vor. Unter diesem Namen war sie noch im neunzehnten Jahrhundert bekannt. Er deutet in Verbindung mit dem der Drahtmühle darauf hin, daß hier die Drahtzieherei des Messinghofes zeitweilig untergebracht war. Im Jahre 1840 erscheint die Drahtmühle als Mahl- und Nudelmühle in der auch Stärke und Oblaten hergestellt wurden.

 

Dazu kommt, noch 1872 eine Schwiegersmühle, deren Name aber bald untergegangen ist.

 

Die Drahtmühle ist jedenfalls schon im Jahre 1702 Mahlmühle. In der Kabinettsrechnung 1702 erscheint sie als die „Mahlmühle vorm Messinghof“. Eine Reparatur an dem Mühlengebäude im gleichen Jahr verursachte einen Bauaufwand von 175 Reichstalern. Nach diesen scheint es sich um einen ziemlich erhebliche Reparatur gehandelt zu haben.

 

Vielleicht hat bis zur völligen Vollendung des Ausbaus die Drahtmühle als eine provisorische Weiterführung des älteren Betriebes gedient und schreibt sich daher der ab und zu vorkommende Name Unteren Messinghofes; vielleicht blieb dann auch die Drahtzieherei noch länger darin und gab der alten Herwigesmühle den Namen der Drahtmühle.

 

Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Mühle an Wilhelm Möller verkauft der jetzt eine Brotfabrik und Kunstmühle einrichtete die bis nach dem 2. Weltkrieg bestand.

 

An die Herwigsmühle erinnert heute eine Straße die von der Leipziger Straße zum Lohmühlenweg führt, und „Herwigsmühlenweg“ heißt, an die Drahtmühle erinnert der „Drahtmühlenweg“ der vom Biegenweg zur Leipziger Straße geht, beide Straßen in der Lossesiedlung und an die Faustmühle erinnert der „Faustmühlenweg“ auf dem Lindenberg, der vom Forstbachweg zur Heidenkopfstraße verläuft.


5. Lohmühle

 

Nicht mit Sicherheit bekannt ist der Standort der am 12. Dezember 1458 erstmals urkundlich erwähnten Lohmühle. Sie ist vielleicht identisch mit der 1748 erwähnten Walkemühle überm Dorfe, die als Worsch´sche Mahlmühle im Jahre 1897 von der Engelhardschen Blaudruckerei käuflich erworben wurde.

 

Es fehlen fast alle Angaben über die Mühlenanlage, die sich ehedem auf dem Gelände der Engelhardschen Blaudruckerei an der Stiftsstraße (heute Dormannweg) befand. Das einzige, was sich auf sie beziehen könnte, ist die Angabe, daß im Jahre 1458 eine Wiese zwischen der Lohmühle und der Herwigsmühle zum Verkauf kam; sie wäre dann eben die dort genannte „Alte Lohmühle“. Sie scheint die 1748 genannte „Walkemühle überm Dorfe“ gewesen zu sein, die den Kasseler Wollentuchmachern eigentümlich zustand. Es wurden für die Tuchmacher dort jährlich 100-150 Stück Tuch gewalkt; dafür bekam der Verwalter außer freier Wohnung pro Stück 6 Albus, ferner die notwendige Wascherde, etwa 12-14 Fuder zu je 1 Gulden und 8 Klafter Holz a 3 Reichstaler.

 

In der letzten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts war die Mühle auf dem späteren Karstadschen Gelände im Besitze des Kasseler Bäckermeisters Worch, die „Worchsche Mühle“, eine Mahlmühle, die dann in das Eigentum der Familie Buchenhorst überging. Aus diesem Besitze erwarb der Blaudrucker Engelhardt, der bis dahin seinen Betrieb über 130 Jahre in der Unterneustadt gehabt hatte, im Jahre 1897 das Grundstück.

 

Die Zeit war gekommen, das alte Haus in der Unterneustadt zu verlassen und an anderer Stelle in Bettenhausen einen modernen Betrieb aufzubauen. Das geschah in der Worchschen Mahlmühle, die schon im 18. Jahrhundert einen textilwirtschaftlichen Betrieb beherbergt hatte (Walkmühle). Als Friedrich Engelhard im August 1913 das 150jährige Bestehen seiner Firma begehen konnte, hatte sie eine Belegschaft von etwa 30 Personen.

Nach dem ersten Weltkriege sah sich der Inhaber veranlaßt, das Werk einem größeren Betrieb anzuschließen, wobei zunächst noch die alte Firma erhalten blieb. 1933 erfolgte dann die Überleitung in die Kasseler Druckerei und Färberei, deren Belegschaft bis zum Jahre 1938 auf 450 Köpfe gewachsen war.

 

Nach Überwindung der Folgen des Zweiten Weltkrieges (-Zerstörung-) wurde der Betrieb weiter tatkräftig aufgebaut und vergrößert, sodaß die Firma 1956 über 600 Arbeiter und Angestellte beschäftigte und eine Produktionsleistung von täglich mehr als 60 000 Meter in kunstseidenen, zellwollenen und baumwollenen Geweben erreicht hatte, von denen etwa 20 Prozent ins Ausland geliefert wurden. So war aus dem ursprünglichen Handwerksbetrieb ein Großunternehmen erwachsen, das im Bettenhausen mit zu den bestfundierten gezählt wurden, aber in den 60er Jahren in Konkurs ging.

 

An die Lohmühle erinnert heute eine Straße in der Lossesiedlung, der „Lohmühlenweg“, er geht vom Biegenweg bis zum Zobelmühlenweg und nach der Walkemühle ist eine Straße zwischen Dormannweg und Leipziger Straße die „Walkmühlenstraße“ benannt worden.

6. Zobelsmühle

 

Aus den Akten kennen wir noch eine Zobelsmühle. Sie lag nördlich der Stiftstraße (heute Dormannweg) am Volgelsang.

 

Es war eine Ölmühle, die aber lt. Saalbuch von 1582 einen Mahlgang für Frucht besaß. Am 20. Februar 1593 ward sie durch den Landgrafen Moritz zu einer Mahlmühle umgestaltet. Da das Land der Zobelschen Erben in der Nähe des Messinghofes oberhalb des Dorfes lag, die Mühle selbst Ölmühle und die Landesherrschaft an ihr stark interessiert war, so darf man sie vielleicht mit der „Ohleymühle auffm Forst“, die sich in der Hofkabinettsrechnung von 1702 findet, gleichsetzen.

 

1702 waren dort Reparaturen notwendig für insgesamt 33 Reichstaler; der Ofenmacher Johann Schier erhielt davon für Kacheln und Öfen 5 Reichstaler. Durch die Ortsbestimmung „auffm Forst“ wird der Kreis für die in Frage kommenden Mühlen so eng gezogen, daß wir sie ohne weiteres als die in Frage stehende Mühle nördlich der Stiftsstraße identifizieren können, jene Mühle, die auch noch in der Tradition bis ins Ende des neunzehnten Jahrhunderts als die Zobelsmühle bekannt war. 1725 finden wir sie wieder als Ölmühle. Seit 1764 verschwindet der Name Zobelsmühle aus den Akten.

 

Auf diese folgt die Schmidtsche Mühle, eine Walkmühle auf dem Gelände der Rubensohnschen Wollwäscherei.

 

Ehe in den Gebäuden der Schmidtschen Mühle (Zobelsmühle) von der Firma Rubensohn eine Wollwäscherei eingerichtet wurde, befand sich dort die Breitbarthsche Buntpapierfabrik.

 

In der Lossesiedlung erinnert an die Zobelsmühle eine Straße die „Zobelsmühlenweg“ genannt wird, sie geht vom Drahtmühlenweg zum Lohmühlenweg.


6. Grebenmühle

 

Die Grebenmühle die oberhalb der Brücke im Zuge der Pfarrstraße am Vogelsang lag weist das Steuerkataster von 1748 als „jenseits des Baches in einem aparten Häuschen befindlich“ aus. Sie gehörte den Weißgerbern, das Grundgeld dafür waren jährlich 20 Albus 8 Hlr. Sie war nur kurze Zeit im Jahre beschäftigt und außer für die Weißgerber noch zum Flachsbocken benutzt. Die Grebensmühle ist identisch mit der Ende des 19. Jahrhunderts erwähnten Brückmannschen Mühle. Eine Mahlmühle für Weizen und Roggen.

 

Anfang des 20. Jahrhundert übernahm der Mühlenbesitzer Ernst die Mühle und sie führt seitdem den „Ernstsche Mühle“. Die Ernstsche Mühle ist die einzige Mühle die noch heute in Betrieb ist. Sie hat eine Turbine von 15 PS und wird zur Stromversorgung eingesetzt. Neben der Stromabgabe in das Netz der Städtischen Werke AG (was im 2. Weltkrieg von besonderer Bedeutung war) wird der Strom in eigenem Haushalt verbraucht. Der eigenen Verbrauch wird jedoch nicht gemessen. Im Jahr können im Mittel etwa 55.000 Kw/h in das städt. Netz der Städtischen Werke AG Kassel abgegeben werden.


8. Ragemühle

 

Unterhalb der Grebenmühle durchquerte die Straße nach Heiligenrode die Losse in einer Furt; (Elbenstraße jetzt Rinaldstraße zur Burgstraße) dabei befand sich ein Steg für die Fußgänger.

 

Ziemlich am obersten Ende der langgestreckten Insel, die bei der Osterholzstraße nur durch den Überlauf des Mühlarmes im Dorfe durchschnitten wird, lag die „Ragemühle nächst über dem Dorfe“. Sie wird im Steuerkataster von 1748 erstmals erwähnt.

 

Die „Rage oder Ohlmühle überm Dorfe“, schlug Öl „zu feilem Kauf“, war also Handelsmühle, nicht Lohnmühle, und schälte außerdem Gerste und Hirse.

 

Die „Ragemühle nächste über dem Dorfe“ ist wohl auch die Dubuissonsche Mühle. Sie ist die Nudelmühle, die im Jahre 1834 bei Gelegenheit einer zu Kassel abgehaltenen Gewerbeausstellung, durch einen Preis ausgezeichnet wurde. Später führte sie nach dem darin eingerichteten Betrieb den Namen der „Lumpenmühle“. Zu Weihnachten des Jahres 1872 wurde die Mühle durch Feuer zerstört.



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