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Dies & Das / Radtouren zum Geniessen-Landkreis

 
 
 

Die Sprengstofftour

 

In den 30-iger Jahren des vorigen Jahrhunderts plante die Deutsche Wehrmacht mehrere riesige Sprengstofffabriken, die jeweils versteckt in entlegenen Gegenden errichtet werden sollten. Ein Standort für die Fabrik mit dem Tarnnamen „Friedland“ war der Kaufunger Wald bei Hessisch Lichtenau. Ab 1935 wurde mit dem Bau begonnen,  in 1938 begann die Produktion und wurde mit Arbeitsdienst, Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen, zuletzt auch mit KZ-Häftlingen bis Frühjahr 1945 betrieben. Viele Menschen verloren hier bei Arbeitsunfällen, vor allem aber bei mehreren großen Explosionen ihr Leben, und die Umweltschäden sind heute noch eine bleibende Bedrohung. Mit unserer Radtour zu den Wohnlagern und Produktionsstätten in und um Hirschhagen verbinden wir  Sport und Freizeitgestaltung mit Geschichts- und Heimatunterricht, und mit Ökologie- und Umweltschutzthematik.

 

Tourenverlauf:

Start ist am Bahnhof Helsa. Dort gibt es Park & Ride-Plätze, die Tramlinie 4 kommt von Kassel her, und über den Lossetalradweg kann natürlich auch die Anreise per Rad erfolgen. Zunächst orientieren wir uns an den Radwegschildern Herkules-Wartburg. Vom Bahnhof kommend queren wir die Leipziger Straße, halten und links und biegen hinter der Lossebrücke rechts ab in den Sportplatzweg. Am Schwimmbad und den Tennisplätzen vorbei, biegen wir vor den zweiten Sportplatz rechts ab. Nach 500 m unterqueren wir die Bahnlinie, biegen nach einem kurzen Anstieg links ab und fahren bergauf über den Bahnübergang. Dann halten wir uns rechts. Vor dem Waldrand sehen wir links Kaskaden, in denen ein kleiner Bach talwärts rauscht. Was hier an Wilhelmshöhe erinnert,  war früher ein Abwasserkanal der Fabrik Hirschhagen. Über viele Jahre, auch noch lange nach Kriegsende, war die Losse durch die aggressiven Abwässer biologisch tot. Später wurde ein unterirdischer Kanal nach Kassel gebaut und die Abwässer direkt in die Fulda geleitet.

 

Stetig ansteigend, führt der Radweg am Waldrand Richtung Waldhof. Rechts blicken wir ins grüne Lossetal, wo sich der Bach in weiten Schleifen durch die Wiesen windet. Und nach etwa 2 km erreichen wir den Helsaer Ortsteil Waldhof, und damit das erste der früheren Arbeitslager der Fabrik. Über die Ringstraße, nach dem Altenheim links bergauf, machen wir einen Rundgang durch die Siedlung. Noch heute erkennt man gut den einheitlichen Charakter der Siedlungshäuser. Diese Wohnanlage war nicht nur mit Baracken geplant, sondern als Mustersiedlung und Vorzeigeprojekt  überwiegend mit festen Häusern sowie einem großen Gemeinschaftshaus, dem heutigen Altenheim, und einem Sanitätshaus. In zeitgenössischen Zeitungsartikeln wurde sie als „Dorf der Frauen“ vorgestellt. Ab 1940 wohnten hier in den 50 Häusern über 900 Frauen, vorwiegend deutsche Dienstverpflichtete.

 

Am Ende der Ringstraße kommen wir wieder auf die Straße nach Eschenstruth und folgen ihr bis zum Bahnhof. Gegenüber sehen wir das Fabrikgelände der früheren Türenfabrik Becher & Sohn. Neben diesem Gelände stand ein weiteres Wohnlager, genannt Esche-Holz. In dem sehr provisorischen Barackenlager waren zunächst etwa 700 Frauen aus Italien und aus der Sowjetunion untergebracht. Die katastrophalen hygienischen Verhältnisse gipfelten in einer Typhusepidemie in 1944.

 

Wir folgen vor dem Bahnübergang der Straße links Richtung Fürstenhagen. Am Waldrand entlang folgen wir dem ausgeschilderten Radweg, queren vor Fürstenhagen die Bahnlinie, nach 200 m geht es wieder links ab über den Bahnübergang und rechts weiter. In der Ortsmitte geht es rechts unter der Bahnlinie durch, und an der Ampel geradeaus über die B 7 in die Lindenstraße. Dann fahren wir links ab in die Schulstraße bis zum Ortsausgang. Dort führt ein Tor auf das Gelände der Lenoirstiftung. Früher betrieb die Stadt Kassel hier ein Waisenhaus, nach dem Bau der Fabrik war hier von 1940 bis 1945 die Unterkunft für 800 Frauen sowie für die leitenden Angestellten, daneben das Kasino und das Werkskrankenhaus. Nach dem kurzen Abstecher geht es zurück zur Schulstraße und links auf dem Radweg bergan. Auf der Höhe angekommen, haben wir nach links einen freien Blick auf die Orthopädischen Kliniken Lichtenau. Nach 1945 wurde die Klinik zuerst in Baracken des Wohnlagers Teichhof an dieser Stelle eingerichtet. Ab 1940 standen dort 12 Baracken, in denen etwa 700 Arbeiterinnen wohnten. Ab 1941 waren die Baracken dann mit über 1000 Männern belegt. Wir erkennen: Männer lassen sich besser stapeln.

 

Weiter geht es nach Hess. Lichtenau hinein. Nach der ersten Neubausiedlung folgt eine Bebauung, die wir schon aus Waldhof kennen. Es ist das ehemalige Lager Herzog, benannt nach dem damaligen Architekten. Hier wohnten bis zu 1100 Männer, zuerst deutsche Dienstverpflichtete, ab 1942 aber überwiegend Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene aus Holland, Bulgarien und Frankreich.

 

In Hess. Lichtenau folgen wir den Radwegweisern Herkules-Wartburg. Bergan an der Kirche vorbei, dann links ab, über die Grünanlage und durch ein Tor in der Stadtmauer, erreichen wir die Innenstadt. Über die Landgrafenstraße, an der Kirche vorbei, geht es geradeaus in die Heinrichstraße. Hier sieht man nichts mehr aus der damaligen Zeit, aber dort, wo heute die Realschule steht, war das Lager Vereinshaus. Bereits 1938 erbaut, hat es seinen Namen von dem früheren evangelischen Gemeindehaus, das hier stand und als Verwaltungsgebäude des Lagers genutzt wurde. Bis 1944 war das Lager Vereinshaus Wohnlager für 600 Arbeiter. Dann wurde es ein Außenlager des KZ Buchenwald, über 1000 Frauen wurden hier gefangen gehalten und täglich durch die Stadt zur Arbeit getrieben. Zum größten Teil waren es ungarische Jüdinnen, die dann am 29. März 1945 in Güterwaggons Richtung Leipzig abtransportiert wurden. Nur wenige haben überlebt.

 

Wir fahren die Biegenstraße hinunter zur Poststraße, links ab und am Ende der Straße rechts in die Friedrichsbrücker Straße. Am Ortsende geht links die Kreisstraße nach Föhren bergauf. Vorbei an einem Reiterhof sehen wir am Waldrand die Häuser dieses Lichtenauer Stadtteils. Ab 1940 wohnten hier bis zu 700 Zwangsarbeiter, Polen, Italiener, Tschechen, Slowaken, Franzosen sowie „Ostarbeiterinnen“. Geradeaus durch die Siedlung fahren wir auf einem Waldweg bergab. Hinter dem Bach an der Kreuzung links, dann über einen weiteren Bach, dem wir rechts bergan folgen. Über die nächste Kreuzung links bergauf zur nächsten Kreuzung, an der wir rechts abbiegen. Vorbei am Ev. Jugendheim, kommen wir zum ehemaligen Torgebäude der Fabrik.

 

Hinter dem Tor biegen wir links in die Einsteinstraße. Ihr folgen wir vorbei an Bunkern, Ruinen, neuen Hallen und zahllosen Firmen zur Daimlerstraße, wir biegen links ab bis zur Abzweigung auf den Parkplatz der Gaststätte Rohrbachtal. Hier ist Pause. Danach geht es über die Daimlerstraße zurück bis zur Dieselstraße. Diese Straße queren wir, biegen rechts in die Hertzstraße und folgen dann der Lilienthalstraße bis zum großen Hirschhagener Teich. Vor Ostern 1945 wurden hier die restlichen Sprengstoff- und Munitionsbestände der Fabrik in die Teiche entsorgt. Noch ein kurzes Stück weiter sehen wir den hohen Schornstein und die Gebäude der früheren Firma Reolit. Nun wieder zurück  bis zur Dieselstraße, und rechts ab. Hier kommen wir an der großen Schleifschlammdeponie vorbei. Bis zu 18 m stark liegt hier der Schlamm aus der Kunststeinproduktion, und darunter sind noch die giftigen Abfälle der Sprengstoffproduktion. Die Halde ist mit einer Notbedachung abgedeckt. Inzwischen wurde beschlossen, sie insgesamt umzulagern und gesichert neu zu deponieren, diese Arbeiten laufen zurzeit und werden noch einige Jahre andauern.

 

Über eines der zahlreichen Bahngeleise verlassen wir das Werksgelände. Für die Fabrik Hirschhagen waren insgesamt 360 km Bahngeleise verlegt. Wir fahren am Waldrand links ab, halten uns an der nächsten Abzweigung rechts und kommen auf einem stark abfallenden Waldweg oberhalb Waldhofs vorbei auf den Lossetalradweg zurück. Nun sind es noch 2 km bis zum Ausgangspunkt am Bahnhof Helsa.

 

Allgemeine Beschreibung:

Gesamtfahrtstrecke: 30 km. Leichte bis mittlere Anstiege. Überwiegend Asphalt- und Schotterwege, kurze Stücke auf Waldwegen. Einkehrmöglichkeiten in Hess. Lichtenau, in Hirschhagen, und am Start- und Zielpunkt Helsa.

Kartenempfehlung: Topographische Karte 1:25000 Nr. 4724 Großalmerode, Hess. Landesvermessungsamt

Datengrundlage (PK 50): Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation





Diemel-Weser-Tour

 

Start ist am Bahnhof Hofgeismar. Die Regiotram bringt Sie von Kassel hin.

 

Tourenverlauf:

Vor dem Bahnhof fahren wir links über den Parkplatz in die Straße An der Esse. Dann links in den Kabemühlenweg, und rechts in die Schöneberger Straße. Am Schwimmbad vorbei, und dann links der Radwegmarkierung R 4 folgen. Dem Lauf der Esse folgen wir nach Hümme. Weiter auf dem R 4 durch den Ort. Und nach Stammen. Hier sehen wir als schnurgerade Senke links neben dem Radweg die Reste des früheren Kanalprojekts, mit dem im 18. Jahrhundert eine Verbindung von der Weser zur Fulda versucht wurde. In Stammen fahren wir am Hofgut vorbei, dann  rechts hinauf und wieder links ab nach Trendelburg. Dort stoßen wir auf die Diemel. Wir bleiben auf dem rechten Ufer, unterqueren die Diemelbrücke und fahren direkt danach rechts hoch. Nun halten wir uns links und folgen dem Straßenverlauf, vorbei an Schule und Feuerwehr. An der Stadtgrenze beginnt der Radweg auf der alten Bahntrasse nach Bad Karlshafen, der wir nun für einige Kilometer folgen. Links begleitet uns die Diemel.

 

Nach etwa 2 km biegt der Radweg scharf links ab. Hier führte die Bahnlinie durch einen Tunnel, den wir umfahren müssen. Auf einem asphaltierten Feldweg geht es etwa 1 km bis zu einer Kreuzung, an der wir im spitzen Winkel rechts abbiegen. Nun folgt ein Anstieg von etwa 500 m, der aber auch geschoben werden darf. Wenn der Wegweiser links ab auftaucht, geht es bergab, bis wir die Bahntrasse wieder erreichen. Hier steht auch noch ein altes Bahnwärterhäuschen.

 

Auf dem schattigen Radweg geht es stetig leicht bergab, rechts stehen Buchenwälder, links unten fließt die Diemel, und bald ist Wülmersen erreicht. Hier lohnt eine Verschnaufpause. Das ehemalige Wasserschloss ist zu einer Jugendbegegnungsstätte umgebaut worden. Nach einem Rundgang durch die eindrucksvollen Bauten kann in dem Cafe des Museums eine Stärkung eingenommen werden. Dann geht es zurück auf den Radweg, und weiter flussabwärts. Die nächste Station ist Helmarshausen. Hoch über dem Karlshafener Stadtteil grüßt die Ruine der Krukenburg, eine der größten Burganlagen in Nordhessen. Doch auch in dem ehemaligen Kloster Helmarshausen wurde Geschichte gemacht. Das berühmte Evangeliar Heinrichs des Löwen entstand hier. Es lohnt sich also, hier einmal wieder hereinzuschauen. Wir bleiben aber weiter rechts der Diemel, und kommen am Waldrand wieder auf die Bahntrasse, die uns in weitem Bogen Richtung Karlshafen weiterführt.

 

In Karlshafen biegen wir von der Bahnhofstraße rechts ab, fahren an dem Kanal entlang zum Hafenbecken. Dort ist auch in dem großen Barockhaus links die Touristeninformation, wo wir uns ausgiebig über die Geschichte und die Sehenswürdigkeiten dieser interessanten Stadt kundig machen können. Eine Pause ist also angesagt.

 

Unsere Weiterfahrt auf dem Weserradweg kann jetzt wahlweise auf dem linken oder rechten Ufer erfolgen. Die erste Strecke bleiben wir aber auf der linken Weserseite, und fahren entlang der B 80 auf dem Radweg Richtung Gieselwerder. Nach 8 km geht der Radweg links hinunter zur Weserfähre in Wahmbeck. Unmittelbar vor der Fähre biegt der Radweg ganz scharf rechts ab und führt sehr steil bergauf. Wer hier nicht rechtzeitig geschaltet hat, wird wohl schieben müssen. Dann geht der Weg unterhalb des Dörfchens Gewissenruh  weiter, auf der gegenüberliegenden Weserseite sehen wir Bodenfelde mit dem großen Schornstein der Holzkohlefabrik. Nach 3 km liegt vor uns die nächste Weserfähre, und diesmal nutzen wir die Gelegenheit, unsere Radtour für eine kurze Kreuzfahrt zu unterbrechen. Mit der Gierseilfähre setzen wir über nach Lippoldsberg und halten uns dann rechts Richtung Gieselwerder.

 

An der Brücke nach Gieselwerder bleiben wir aber auf der rechten Seite, der Radweg führt weiter in Richtung Oedelsheim und nach Bursfelde. Dort angekommen, muss eine Pause einfach sein, um einen Blick in die romanische Klosterkirche zu werfen. Weiter geht es dann nach Glashütte, und leicht bergan durch den Bramwald. Wenn wir aus dem Wald herauskommen, geht es sehr steil rechts hinunter. Besonders vorsichtig nehmen wir die Abfahrt und rollen dann wieder auf flachen Wegen nach Hemeln. Hier hätten wir wieder die Wahl: Mit der Fähre nach Veckerhagen, und links der Weser über Vaake nach Hann. Münden. Das ist die flachere Variante, führt aber fast immer direkt an der B 80 entlang. Wir bleiben lieber auf unserer Weserseite, und folgen dem Radweg R 1 Richtung Gimte. Es geht leicht bergan, und dann belohnt uns auch wieder eine Abfahrt. Durch Gimte hindurch kommen wir oberhalb Mündens an die B 3. Wir überqueren die Zufahrt zur Weserbrücke, rollen hinab Richtung Werra. Über dem Fluss sehen wir rechts den Zusammenfluss von Werra und Fulda mit dem Weserstein. Und bei der alten Werrabrücke biegen wir rechts ab in die romantische Fachwerkstadt Hann. Münden. Das Ziel unserer Tour ist erreicht.

 

Auch hier gibt es viel zu sehen und zu erfahren. Informationen erhalten wir im Rathaus. Und nach dem Rundgang ist es nur ein kurzer Weg zum Bahnhof, wo uns der Zug wieder zurück nach Kassel bringt.

 

Allgemeine Beschreibung:

Gesamtstrecke: 70 km. Überwiegend leicht, wenige kurze Anstiege. Durchgehend auf asphaltierten oder geschotterten Radwegen geführt.

Einkehrmöglichkeiten in allen Orten an der Strecke gegeben. Die Weser ist für Radler sehr gut erschlossen.

Kartenempfehlung: Topographische Freizeitkarte HR Habichtswald Reinhardswald 1:50.000 ISBN 3-89446-319-8

Datengrundlage (PK 50): Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation


Durch das Niestetal zum Kaufunger Wald

 

Tourenverlauf:

Wir starten an der Orangerie, fahren über die Drahtbrücke, links durch die Unterneustadt auf dem R 1 zur Hafenbrücke. Weiter geht es durch die Königinhofstraße, quer über die Sandershäuser Straße in die Agathofstraße. Entlang der alten Salzmannfabrik folgen wir den Hinweisen Richtung Kaufungen, biegen dann an der Pfarrstraße links ab. Durch die Heiligenröder Straße geht es bis zur Bunten Berna, kurz vor dem Best Western Hotel. Hier biegen wir rechts ab, folgen dem kleinen Bach, unter der A 7 durch und danach rechts. Vorbei an einem Bauernhof bis zur nächsten Kreuzung, links und gleich wieder rechts, durch die Cornelius-Gellert-Straße bis zur Breiten Straße. Links ab, an der Kirche vorbei, links in die Jahnstraße und gleich wieder rechts zur Witzenhäuser Straße, die überquert wird. Hinunter zur Niestetalstraße, auf der wir rechts weiter fahren zum Ortsausgang. Beim Schützenhaus zweigt rechts ein Weg ab, auf dem wir an einem Parkplatz vorbei und danach links in den Wald fahren. Dieser Weg führt uns am Waldrand entlang oberhalb der Nieste nach Uschlag.

In Uschlag kommen wir auf die Hauptstraße, folgen ihr rechts Richtung Nieste, und können am Ortsausgang wieder rechts auf den Radweg nach Dahlheim abbiegen.

 

Durch Dahlheim und weiter nach Nieste geht es auf der wenig befahrenen Kreisstraße. In Nieste bleiben wir auf der Witzenhäuser Straße, die am Ortsausgang etwas ansteigt. Dann geht es in vielen Kurven mit mäßiger Steigung durch das Wengebachtal hinauf zum Umschwang. Dieser Name bezeichnet den höchsten Punkt an dieser Straße zwischen Nieste und Kleinalmerode. Hier wurden die zusätzlichen Gespannpferde für den Weg bergauf wieder ausgeschirrt und „schwenkten um“ nach Hause. Wir sind jetzt auf 460 m, und haben uns links in der Schutzhütte eine Rast verdient.

 

Nach der Pause fahren wir über die Kreisstraße in den gegenüberliegenden Waldweg, nach einem kurzen Stück halten wir uns rechts und kommen nach etwa 2 km an eine Gabelung. Der Weg links geht bergauf, deshalb entscheiden wir uns für den rechten. An der nächsten Kreuzung fahren wir geradeaus weiter,  und biegen nach 1 km rechts ab. In einem großen Bogen, stets etwa auf gleicher Höhe bleibend, fahren wir um den Berg herum, und kommen an der nächsten Kreuzung an den Zinkbaum. Der zweite Weg rechts an dieser Kreuzung ist der Kasseler Weg, und ihm folgen wir nun bis zum Zollstock. Hier zweigt an der Schutzhütte der Weg nach Oberkaufungen ab. Wir fahren die steile Abfahrt hinunter und kommen in Kaufungen am Wolfsberg heraus. Links ein Stück die Niester Straße hinunter, unter der Bahnbrücke durch, dann rechts in den oberen Struthweg. Links halten, nicht die obere Straße zum Bahnhof. Der Asphaltweg geht in Schotter über, wir fahren weiter an der Bahnlinie entlang, am Struthweg über die Bahnlinie und links zum Steinertsee. Weiter geht es durch den Steinweg und auf dem ausgeschilderten Radweg Herkules-Wartburg zum Forstbachweg, durch Waldau und das Bugagelände zurück zum Auedamm.

 

Allgemeine Beschreibung:

Ein etwas anspruchsvoller Radweg für etwas trainierte Radler, der aber viel Abwechslung bietet, und auf weiten Strecken durch den Kaufunger Wald führt. Langsamer Anstieg, dann lange Fahrt auf der Höhe, und eine knackige Abfahrt. Besonders im Sommer ein Genuss. Einkehrmöglichkeiten in Uschlag, Nieste, Kaufungen, aber auf der Hauptstrecke keine Möglichkeiten. Deshalb die Trinkflaschen gut füllen.

Kartenempfehlung: Regionale Radtourenkarte Kassel Stadt und Umland 1:30.000

Herausgeber: Stadt Kassel, Vermessung und Geoinformation 4,50 Euro

Datengrundlage (PK 50): Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation

 

 

Im Niestetal

 

Tourenverlauf:

Start an der Orangerie. Zunächst wird an der Drahtbrücke die Fulda überquert, dann geht es durch die Unterneustadt zur Hafenstraße. An der Hafenbrücke geradeaus weiter durch die Hafenstraße bis zur Königinhofstraße. Ihr folgen wir, bis sie auf die Sandershäuser Straße stößt. Nun geht es links ab. Nach kurzer Fahrtstrecke geht rechts die Straße Am Sälzerhof ab. Wir fahren bis zur Miramstraße, dann links und gleich wieder rechts in die Steinbreite, und folgen ihr bis zur Heiligenröder Straße.

Über die Straße, dann links dem Radweg folgen bis zur Bunten Berna (Vor dem Best Western Hotel). Durch die Bunte Berna, unter der A 7 hindurch nach Heiligenrode. Hinter der Unterführung rechts, dann die nächste Straße links, und rechts in die Cornelius-Gellert-Straße, der wir bis zur Breiten Straße folgen. Geradeaus durch die Kleine Gasse zur Witzenhäuser Straße, links ab und gleich die nächste rechts in die Heinrich-Heine-Straße. Hinunter zur Niestetalstraße, und rechts aus dem Ort hinaus. Hinter dem Schützenhaus geht rechts der Radweg los. Er führt uns am Waldrand entlang, oberhalb der Nieste, nach Uschlag. Wir genießen die gelegentlichen schönen Ausblicke in das idyllische Wiesental.

 

Am Ortseingang Uschlag gabelt sich der Weg. Wir fahren links in den Ort hinein, über die Brücke und weiter bis zur Hauptstraße. Auf ihr fahren wir links und durch den Ort. Am Ortsende beginnt wieder rechts der Radweg. Nun geht’s nach Dahlheim, wieder auf der Hauptstraße durch den Ort und weiter Richtung Nieste. Ein kleines Stück auf der Landstraße ist kein Problem, denn hier herrscht wenig Verkehr. Etwa ½  km vor Nieste geht links die Straße nach Escherode ab. Hier fahren oder schieben wir hinauf. In Escherode fahren wir in der Ortsmitte die Straße Richtung Nienhagen, über die Höhe und zum Wald hinunter. In der Rechtskurve geht geradeaus ein Waldweg, dem wir bergab folgen. An der Kläranlage geht es links weiter, und dem Bachlauf folgend hinunter nach Uschlag. Wir stoßen wieder auf die Landstraße, und fahren durch Uschlag den gleichen Weg zurück bis Heiligenrode.

 

In Heiligenrode halten wir uns hinter der Ampel rechts, am Sportplatz vorbei über die Nieste, und bevor es richtig steil wird, weichen wir links in die Wichtelbrunnenstraße aus. Sie führt uns in gemächlicher Abfahrt unter der Autobahn hindurch, am Schwimmbad und Hallenbad vorbei, nach Sandershausen. Am Ende der Hugo-Preuß-Straße links ab in die Theodor-Heuß-Straße, dann links über die Niestebrücke, und rechts in die Wilhelmine-Pötter-Straße. Am Ende der Straße geradeaus über die Hannoversche Straße, geradeaus weiter und links in den Haarweg. Ihm folgen wir bis zum Ortsrand und kommen wieder auf den Fuldaradweg. Durch das Feld, rechts über die Lossebrücke. Dahinter lohnt ein kleiner Aufenthalt an dem Aussichtspunkt recht, der einen Blick auf das neue Lossedelta bietet. Dann kommt noch das Kleingartengelände Helleberg, mit Gelegenheit zur Rast. Und weiter geht der Weg zurück zur Hafenstraße, und durch die Unterneustadt zum Start an der Orangerie zurück.

 

Allgemeine Beschreibung:

Etwa 25 km, leicht, im Bereich Escherode-Nienhagen kurze stärkere Anstiege, danach wieder längere Abfahrten. Vielfältige Einkehrmöglichkeiten in den Ortschaften, und natürlich an Start und Ziel. 

Kartenempfehlung: Regionale Radtourenkarte Kassel Stadt und Umland 1:30.000

Herausgeber: Stadt Kassel, Vermessung und Geoinformation 4,50 Euro

Datengrundlage (PK 50): Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation






 Eine Söhre-Runde

 

Tourenverlauf:

Start der Tour ist an der Orangerie am Auedamm. Links am Fluss hinunter zur Drahtbrücke, und über die Brücke in die Unterneustadt. Auf dem ausgeschilderten R 1 vorbei an der Karl-Branner-Brücke, unter der Fuldabrücke hindurch, kommen wir zur Hafenstraße. Ihr folgen wir, an der Hafenbrücke vorbei, zur Königinhofstraße. Die Sandershäuser Straße wird überquert, dann geht es links in die Agathofstraße, am Salzmanngelände vorbei. Der Radweg führt durchs alte Zentrum von Bettenhausen, über den Dorfplatz, und dann immer an der Losse aufwärts. Die Pfarrstraße wird überquert, dann geht es rechts hinein und um die Schule herum. Am Sportplatz mit dem schönen Namen „Cornelius-Gellert-Kampfbahn“ vorbei verlassen wir die Stadt. Der Radweg führt weiter die Losse aufwärts, unter der Autobahn hindurch, und dann an der Ampel über den Autobahnzubringer. Nun geht es durch das Feld Richtung Kaufungen. Durch den Rehheckenweg zur Windhäuser Straße, bietet sich eine Rast an der „Gänserammel“ zwischen den alten Sandsteinbrücken an. Die Bronzeplastiken geben Auskunft zur Herkunft des Ortsnamens.

 

Weiter geht es durch die Mittelstraße, über die Brücke zum Kirchplatz und rechts den Steinweg hinauf. Am Ende des Steinwegs fahren wir geradeaus in das Freizeitgelände Steinertsee hinein, und links um den See herum. Hinter der Grillhütte geht der Weg links zum Gelände der Steinertseebahn hinauf. Auch hier lohnt eine kurze Pause, vielleicht kann man eine Runde mitfahren? Danach führt der Weg nach Oberkaufungen hinein, über den Struthweg,  dann rechts ab und am Berliner Platz gleich wieder links. Durch die Teichstraße kommen wir an der Rose zur Leipziger Straße, und fahren weiter Richtung Helsa. Nach 300 Metern beginnt ein schöner Radweg, auf dem wir bis Helsa fahren. In Helsa folgen wir der Leipziger Straße, und biegen dann an der Kreuzung rechts ab. Danach geht es links in den Sportplatzweg, vorbei am Schwimmbach, und vor dem zweiten Sportplatz rechts ab. Diesem Radweg bleiben wir jetzt bis Waldhof treu. Durch das schöne grüne Tal fahren wir am Waldrandstetig bergauf. Hinter Waldhof geht es dann wieder hinab zur Losse, und weiter nach Eschenstruth. Am Bahnhof überqueren wir die Schienen und schieben durch die Unterführung der B 7 hindurch. An dem Europaplatz, der von einem einheimischen Holzschnitzer interessant gestaltet wurde, bietet sich die nächste Rast an.

 

Gleich in die erste Straße, den Knüllweg, biegen wir links ein.  Durch grüne Wiesen, vorbei an Pferdekoppeln, kommen wir Richtung Neuer Friedhof. Neben dem Weg murmelt ein kleiner Bach, das Männerwasser. Wir folgen ihm bis zur Straße nach St. Ottilien. Dann biegen wir wieder rechts ab, fahren nach Eschenstruth hinein, und im Ort die zweite Straße links, die Trift, hinauf. Hinter dem Friedhof biegen wir rechts in den Welleröder Weg. Er führt aus dem Ort hinaus durch die Felder zum Stiftswald. Nun steigt der Waldweg gleichmäßig an, bis wir auf 451 Höhenmetern am Kleinen Belgerkopf den Gipfelpunkt unserer heutigen Tour erreicht haben. An der Kreuzung  halten wir uns rechts, und fahren dann links der Schutzhütte den Waldweg hinab. Wenn wir unten den Bach erreichen, sollten wir einen Blick auf die Vegetation werfen. Bei genauem Hinsehen fällt auf, dass hier nicht die üblichen Buchen und Eichen stehen, sondern dass in dem Gelände am Bach Schwarzerlen und Espen vorherrschen. Hier war in den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts bereits eine Teilstrecke der geplanten Autobahntrasse gerodet und ausgehoben worden. Nach Einstellung der Arbeiten hat sich hier Spontanvegetation angesiedelt.

An der nächsten Kreuzung halten wir uns links und kommen zu einem weiteren Relikt des seinerzeitigen Autobahnbaus, der Alten Autobahnbrücke. Wir machen eine kurze Besichtigungsrunde, dann geht es weiter bergab auf dem Weg nach Wellerode. Im Ort fahren wir an der Kirche vorbei zur Hauptstraße, und dann rechts hinauf Richtung Friedhof. Der Weg geht weiter durchs Feld, vorbei an der Hühnerfarm, nach Vollmarshausen. Dort fahren wir durch die Straße Hinter den Höfen, an der Schule vorbei und in die Schillerstraße. Der Radwegbeschilderung folgend am Bach entlang, über die Kasseler Straße und weiter entlang des Wahlebachs durch Ochshausen.

Unter der Autobahn hindurch erreichen wir das Forstfeld, dort geht der Radweg links ab zum Wahlebach hinunter, und dann weiter Richtung Waldau. Auf der Fahrradbrücke queren wir die Nürnberger Straße und kommen zum Bugagelände, dann auf der Schwimmbadbrücke über die Fulda zurück zum Auedamm, wo die Runde an der Orangerie geschlossen wird.

 

Allgemeine Beschreibung:

Gesamtstrecke 45 km. Mittel, überwiegend asphaltierte und geschotterte Radwege, teilweise Waldwege.

Einkehrmöglichkeiten in allen durchfahrenen Gemeinden, und natürlich an Start und Ziel.

Kartenempfehlung: Regionale Radtourenkarte Kassel Stadt und Umland 1:30.000

Herausgeber: Stadt Kassel, Vermessung und Geoinformation 4,50 Euro

Datengrundlage (PK 50): Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation



Hann. Münden – Gieselwerder – Runde

 

Darf es auch mal ein wenig länger sein? Dann haben wir hier eine schöne Tagestour an der Weser entlang, fast durchweg auf gepflegten Radwegen, mit einer abwechslungsreichen Landschaft und gastlichen Ortschaften an der Strecke.

 

Tourenverlauf:

Los geht es in Hann. Münden am Bahnhof. Gegenüber dem Bahnhof führt der Weg hinunter in die Stadt. Durch die sehenswerte Altstadt mit Marktplatz, Kirche, Rathaus geht es über die alte Sandsteinbrücke über die Werra, dann links neben der Straße auf dem Radweg bergan. Von links kommt die B 3 über die Brücke. Wir überqueren die B 3 und bleiben links neben der Straße, bis zum nächsten Abzweig. Jetzt biegen wir links nach Gimte ein, fahren an der Polizeischule vorbei bergab und durch den Ort hindurch. Am Ortsende beginnt links neben der Straße der Radweg, auf dem wir jetzt bleiben. Nachdem die Schede überquert wurde, geht es ein Stück bergauf. Oben angekommen, lohnt sich eine Rast. Von einer Aussichtsplattform hat man einen schönen Blick hinunter in das Wesertal und in ein Naturschutzgebiet mit vielen Vogelarten.

 

Dann geht es weiter nach Hemeln. Unmittelbar vor dem Ort biegen wir links ab und folgen dem Radweg bis zur Weserfähre. Die Gaststätte Fährhaus ist ein beliebter Biker- und Radlertreff mit einem schattigen Biergarten. Dann geht es auf dem gut ausgeschilderten Radweg weiter durch den Ort, und durch Wiesen und Felder in einem großen Bogen um den Bramwald herum. Oben im Wald ist die Ruine der Bramburg versteckt. Doch so weit hinauf fahren wir nicht. Dennoch kommt jetzt ein sehr steiles Stück bergauf. Ich verspreche aber, dass es danach mit dem Bergauffahren vorbei ist. Oben angekommen führt neben der Straße ein Radweg in den schattigen Wald hinein und sanft bergab. Wenn wir aus dem Wald herauskommen, liegt vor uns Glashütte. Bei diesem Dorf wurde vor einigen Jahren der letzte Wolf in Deutschland geschossen.

 

Von bösen Wölfen unbehelligt folgen wir dem Radweg links neben der Straße nach Bursfelde. Hier muss unbedingt eine Pause eingelegt werden, denn eine Besichtigung der Klosterkirche gehört auf dieser Tour immer zum Programm.

Dann rollt es sich leicht nach Oedelsheim hinein, auch hier biegen wir am Ortsanfang links hinunter zur Weser ab und bleiben am Weserufer. Wenn es heute ein Sonntag ist, könnte sich eine Pause im Kronenhof lohnen, denn dort wird jeden Sommersonntag das Radlerbuffet aufgetischt.

 

Weiter geht es am Campingplatz Oedelsheim vorbei und durch die Felder auf Gieselwerder zu. Jetzt ist der Wendepunkt der Strecke erreicht. Über die Weserbrücke fahren wir in den Ort  hinein, und hinter der Brücke links zum Campingplatz Gieselwerder. Dahinter führt der Radweg durch die Felder in Richtung Gottstreu. Wir fahren an dem Ort vorbei bleiben auf dem Radweg und erreichen einen Grillplatz mit Wassertretstelle, der sich wieder für eine Rast anbietet. Der nächste Ort ist Weißehütte, er besteht eigentlich nur aus einer Gaststätte mit Nebengebäuden. Dann sehen wirk gegenüber noch einmal die goldenen Turmspitzen von Bursfelde, und fahren in großen Bögen der Weser folgend neben der B 80 Richtung Veckerhagen. Vor dem Ort wechseln wir zur rechten Straßenseite, durch Veckerhagen durch, und vorm Ortsausgang links hinüber. Der Radweg wechselt jetzt wieder hinunter zur Weser, und in Vaake fahren wir eine sehr schöne Weserpromenade lang. Dann geht es wieder neben der B 80 nach Vaake Süd. Auf dem alten Fabrikschornstein brüten seit vielen Jahren Störche, wenn wir Glück haben, sehen wir sie. Dann kommt die Schlussetappe, wieder in langen Schwüngen oberhalb der Weser neben der Straße bis nach Hann. Münden hinein. Wir bleiben auf der B 80, folgen dann der B 3 Richtung Kassel und biegen über die Pionierbrücke zur Innenstadt ab. In der Altstadt schließt sich der Kreis.

 

Allgemeine Beschreibung:

Nach über 57 Kilometern und nur 150 Höhenmetern, die aber knackig waren, haben wir uns eine Einkehr redlich verdient. Die Stadt bietet uns dazu viele Möglichkeiten.

Kartenempfehlung: Topographische Freizeitkarte HR Habichtswald Reinhardswald 1:50.000, ISBN 3-89446-319-8



Von Wolfhagen zum Twistesee

 

Tourenverlauf:

Start ist in Wolfhagen am Bahnhof. Anreise mit der Bahn oder per PKW. Am Bahnhof vorbei hinunter zur Schützeberger Straße, dann links und die nächste Straße rechts (Bunsenstraße). An der nächsten Kreuzung links geht’s in die Siemensstraße, nachdem wir die B 450 unterquert haben, liegt links der Stadtpark. Wir halten uns weiter links und fahren durch den Bruchweg. Nachdem wir die K 105 erreichen, halten wir uns links und biegen gleich wieder rechts in eine kleine Gasse ein, durch die wir den zweiten Teil des Stadtparks erreichen. Durch den Park kommen wir zur Teichbergstraße, links ab bis zum Burggrund, und diese Straße aufwärts zur Bühler Straße. Auf ihr bleiben wir etwa  ...  m, und biegen dann rechts ab in einen Feldweg. Die nächste Kreuzung rechts fahren wir Richtung Gasterfeld, biegen aber vor dem Anstieg wieder links ab in einen Feldweg, der uns unterhalb der Kaserne durch den Wald nach Bühle führt. Dort geht es kurz rechts hoch, und an der nächsten Kreuzung links ab zum Forsthaus Bühle. Nun folgt ein kurzer Anstieg, bevor wir bergab nach Landau rollen.

 

In Landau halten wir uns an der Volkhardingshäuser Straße links, und am Ortsende rechts. Nun ist Pause angesagt, denn hier wartet eine echte Sehenswürdigkeit auf uns: Die Wasserkunst Landau von 1535. Mit Wasserkraft wird hier seit fast 500 Jahren Quellwasser über 90 m Höhenunterschied auf den Marktplatz gepumpt, bis 1981 wurde die Stadt von hier aus mit Wasser versorgt. Sonntags von 10.00 bis 12.00 Uhr ist die Wasserkunst geöffnet, zu anderen Zeiten können Besichtigungen unter 05691-4961 bei dem sehr rührigen Förderverein vereinbart werden. Eine sehr interessante Führung erwartet sie.

 

Nach dieser Pause haben wir uns auch ein wenig gestärkt für die jetzt anschließende Steilstrecke. Nachdem wir ein kurzes Stück der Straße am Bach entlang gefolgt sind, biegen wir links ab, überqueren den Bach und halten uns links. In dem Hohlweg geht es ein Stück steil aufwärts, hier darf auch geschoben werden. Dann kommen wir aus dem Wald heraus, fahren weiter geradeaus auf dem Feldweg und genießen den schönen Blick rückwärts auf die Stadt Landau. Der Weg führt wieder in den Wald, dann stoßen wir auf einen von rechts kommenden Waldweg, dem wir nach links folgen. Wenn wir aus dem Wald kommen, sehen wir vor uns die Ausflugsgaststätte Waldschmiede liegen. Do weit fahren wir aber nicht, sondern biegen an der nächsten Kreuzung scharf rechts in den Wald ab. Dieser Weg führt uns geradeaus durch den Wald, dann in steilen Serpentinen hinab nach Braunsen. Nun sind wir an der Twiste angekommen. Um die Kirche herum halten wir uns links, folgen ein kurzes Stück der Hauptstraße und fahren dann rechts über die Twistebrücke. Danach zweigt rechts der Leffringhäuser Weg ab, auf dem wir talabwärts fahren. Nun ist es erst einmal vorbei mit Steigungen. Unter der B 450 hindurch kommen wir an den Twistesee, und bleiben links vom See. Auf dem Uferweg erreichen wir Wetterburg, wo sich wieder Einkehrmöglichkeiten anbieten. Alternativ könnten wir aber auch noch etwa 2 km weiterfahren, über den Staudamm und danach links hinunter zur L 3080. Die Landstraße überqueren wir und fahren auf der K 4 weiter nach Külte. Hier gibt es eine originelle Einkehrmöglichkeit in der Bahnhofsgaststätte.

 

Nun geht es frisch gestärkt weiter in den Ort hinein, an der Kirche vorbei rechts auf den Radweg nach Volkmarsen.  In Volkmarsen halten wir uns rechts, biegen an der Kirche in die Straße nach Breuna ab und am Ortsausgang rechts in den Radweg nach Ehringen. Auch in Ehringen finden sich weitere Einkehrmöglichkeiten. Wir fahren durch den Ort hindurch und Richtung Niederelsungen auf der Kreisstraße. In Niederelsungen fahren wir kurz hinter der Ortseinfahrt rechts ab am Waldrand entlang Richtung Oberelsungen. Vor uns sehen wir einen langen Anstieg, den wir uns aber zum größten Teil sparen, denn nach etwa 500 m geht es für uns links ab. Die Kreisstraße nach Nothfelden wird gequert, und auf dem Feldweg fahren wir nach Oberelsungen. Wir kommen in der Straße Im Ammelbeck an, überqueren die Nothfeldener Straße und fahren in den Bredenweg. Nun verlassen wir den Ort, fahren den nächsten Feldweg rechts unterhalb der Bahnlinie. An dem nächsten Weg links unter der Bahnlinie durch, und weiter rechts parallel zur Bahn. Unser nächstes Ziel ist Altenhasungen.

Dort fahren wir am Friedhof vorbei, die Beethovenstraße hinunter, an der Hauptstraße links und gleich wieder rechts zur Straße Unter den Linden. An der Erpe entlang geht es durchs Feld zur Rasenmühle. Hier könnte die letzte Einkehr der Tour erfolgen.

 

Nun liegen die letzten 2 km vor uns. Weiter am Bach, unter der Bahnbrücke hindurch, kommen wir wieder auf die Schützeberger Straße, wo wir heute Morgen gestartet sind. Hinter der Stadtgrenze geht es links hoch zum Bahnhof. Unsere 50-km-Strecke ist beendet.

 

Allgemeine Beschreibung:

Eine mittelschwere Strecke, mit viel Abwechslung. Stetiger Wechsel von Feldwegen, Waldwegen, Kreisstraßen, Alphalt und Schotter, schöne Fachwerkortschaften, Fernblicke, historische Sehenswürdigkeiten, liebliche Täler, der Twistesee, zahlreiche gute Einkehrmöglichkeiten, - diese Tour bietet alles, um einen perfekten Tag auf dem Fahrrad zu erleben. Suchen sie sich gutes Wetter und nette Gesellschaft aus, und es kann kaum schöner sein.

Kartenempfehlung: ADFC-Regionalkarte Kassel und Umgebung, 1:75.000

ISBN 3-87073-192-3


Datengrundlage (PK 50): Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation
 

Auf dem historischen Radweg um Wolfhagen

 

Der „historische“ Radweg um Wolfhagen führt zu einigen geschichtlich interessanten Stätten und orientiert sich in erster Linie an Wüstungen, die meist schon lange vor der Wolfhager Stadtgründung bestanden haben. Die Tour beginnt am Bahnhof, wo Sie mit der Regiotram anreisen können, oder Park and Ride-Plätze nutzen können.

 

Tourenverlauf:

Am Bahnhof starten wir, fahren rechts unter der Bahnbrücke hindurch, und hinter der Tankstelle links nach Elmarshausen. Nach 300 m steht eine Informationstafel zur Wüstung Langel. Dann erreichen wir das Wasserschloss Elmarshausen.

 

Weiter in östlicher Richtung, mit dem Schützeberg als markantem Punkt im Blick, steht eine Hinweistafel zu Renlevessen.  An der Landstraße fahren wir rechts und vor der Brücke wieder links und finden bald das Hinweisschild zur Wüstung Schützeberg. Ein Aufstieg – ohne Rad – auf den Schützeberg lohnt sich, denn dieser uralte kulturhistorisch wichtige Platz bietet eine tolle Aussicht ins Wolfhager Land. Mit dem Rad geht’s es vorbei an der Neuen Mühle zum Viadukt. Nach dem Überqueren des Wasserdurchlasses des Wolfsgrunds steigt der Weg nach Philippinenthal an. Hier zu schieben ist keine Schande. Kurz vor der Anhöhe informiert eine Tafel über die Wüstung Elriksen.

 

In Philippinenthal wird über die Gründungsgeschichte dieser „Kolonie“ und den hier früher gelegenen Ort Odelsen informiert. Am Ortsende geht der Weg rechts weiter bergan nach Philippinenburg. Wir durchfahren den Ort in westlicher Richtung bis zu einem Wirtschaftsweg, der nach 500 m in der Nähe einer Hochspannungsleitung links abbiegt. Am nächsten, mit Buschwerk bewachsenen Wege geht die Route scharf rechts weiter, talwärts fahrend erreichen wir die Tafel, die auf Frickenhausen aufmerksam macht. Im Talgrunde rechts, an der Straße Wolfhagen-Philippinenburg nach links, über die Liemeckebrücke, unter der Umgehungsstraße hindurch und über die Kreuzung in Richtung Bründersen. Nach kurzem Anstieg am nächsten Feldweg rechts finden wir einen Gedenkstein an die ehemalige Richtstätte und Informationen über die mittelalterliche Wasserversorgung.

 

Auf dem idyllischen Weg zwischen den Hecken geht es in südlicher Richtung zum Glockenborn und zur Wüstung Todenhausen. Dann ein kurzes Stück auf der Landstraße Richtung Bründersen, rechts ab am Feuchtbiotop vorbei über einen Wiesenweg zum Südhang des Graner Berges und weiter westlich zur Wüstung Gran.

Die Landstraße nach Ippinghausen wird überquert, denn geht es vorbei an mehreren Aussiedlerhöfen zum ehemaligen Mühlenort Fredegassen. An der Rasthütte mit Wassertretbecken bietet sich eine Pause an.

 

Zur letzten an dieser Tour gelegenen Wüstung Gasterfeld biegen wir bei der  Zimmerei Heinemann zuerst in Richtung Wolfhagen ab und folgen kurz danach den Hinweisschild nach Bühle, fahren an zwei Bauernhöfen vorbei durch den Siegen, noch rund 300 m bergauf und rechts ab auf die alte Heerstraße. Ihr folgen wir nordwärts. Eine Tafel informiert über die überregionale Bedeutung dieses alten Handelswegs. Weiter geht es entlang des Dusebachs zur Informationstafel „Zollstock“ und über die Apfeltrift am Neubaugebiet vorbei zurück nach Wolfhagen.

 

Allgemeine Beschreibung:

Gesamtstrecke 21 km, einige Anstiege und Schiebestrecken, viele Informationen.

Einkehrmöglichkeiten an der Strecke z.B. in der Rasenmühle, aber auch nach der Rückkehr in Wolfhagen.

Kartenempfehlung: ADFC-Regionalkarte 1:75.000 Kassel und Umgebung ISBN 3-87073-192-3

Begleitheft zum Historischen Radweg des Heimat- und Geschichtsvereins Wolfhagen

Datengrundlage (PK 50): Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation




Rund um den Kaufunger Wald

 

Wenn es schon Spätsommer oder Frühherbst ist, und wenn Sie ausreichend Kilometer im Fahrradsattel gesessen haben, und wenn Sie es jetzt mal richtig krachen lassen wollen – dann habe ich heute eine 100-Kilometer-Tour für Sie.

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